Parallelschaltung von Widerständen

Bei der Parallelschaltung sind jeweils alle Eingangspunkte der Widerstände miteinander verbunden und alle Ausgangspunkte miteinander verbunden.

Spannung

In der Parallelschaltung liegt an jedem Widerstand die gleiche Spannung an. Die Parallelschaltung kommt beispielsweise auch in unseren Stromnetzen zum Einsatz. Alle Stromanschlüsse vom Transformator, dem Straßenverteiler bis zum Hausanschluss und der letzten Steckdose sind alle Anschlüsse parallel geschaltet. Daher liegt auch überall die Spannung von 230/400V an.

Strom

Die Ströme sind in der Parallelschaltung an jedem Widerstand unterschiedlich. Der Strom in der Zuleitung verzweigt sich an den einzelnen Widerständen. Man spricht hier auch von Zweig- oder Teilströmen.

Bei der Parallelschaltung ist der Gesamtstrom gleich der Summe der Teilströme (Zweigströme). Die Stromstärken an den einzelnen Widerständen verhalten sich umgekehrt wie der entsprechende Widerstand (kleiner Widerstand = großer Strom / größerer Widerstand = kleinerer Strom). Das erklärt sich durch das Ohmsche Gesetz (U=R x I bzw. R = U / I). Da die Spannung U immer gleich ist sieht man, je größer der Strom im Nenner desto kleiner der Widerstand R.

Gesamtwiderstand

Den Gesamtwiderstand einer Parallelschaltung  nennt man auch Ersatzwiderstand. Bei der Parallelschaltung  ist der Ersatzwiderstand (Gesamtwiderstand) immer kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Der Gesamtwiderstand bei der Parallelschaltung wird berechnet, indem man die Leitwerte addiert.

Beispielrechnung

Zwei Widerstände werden Parallel geschaltet. R1 = 50Ω, R2=100Ω. Berechnen Sie den Ersatzwiderstand R.

Zuerst werden die Leitwerde berechnet, das ist der Kehrwert des Widerstandes. Diese Leitwerte kann man nun addieren und wieder den Kehrwert (Widerstand) bilden. Die beiden parallel geschalteten Widerstände haben also einen Gesamtwiderstand von 33,33Ω (kleinster als der kleinste Einzelwiderstand, in diesem Fall 50Ω).

Kommentar hinterlassen