Fehlerstromschutzschalter RCD

Vorsicherung von Fehlerstromschutzschaltern RCDs

Uns erreicht regelmäßig die Frage, ob ein Fehlerstromschutzschalter eine Vorsicherung z.b. in Form von Schmelzsicherungen benötigt oder nicht. Auch im Internet, in Gesprächen mit Kunden aber auch unter Fachkollegen wird diese Frage immer wieder diskutiert.

Nennstrom darf nicht überschritten werden

Neben dem Auslösestrom (z.b. 30mA) findet sich auf einem RCD auch die Angabe des Nennstroms. Typische RCDs haben Nennströme von 25, 40 oder 63A. Zu beachten ist, dass diese Angabe jeweils pro Phase ist. Ein 4-Poliger RCD mit 40A Nennstrom darf also pro Phase mit je 40A (3x40A) belastet werden.

Um diesen Nennstrom nicht zu überschreiten gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Absicherung VOR dem Fehlerstromschutzschalter
    • In diesem Fall würde man eine Absicherung z.b. durch Schmelzsicherungen maximal in der Höhe des RCD-Nennstroms vor den Fehlerstromschutzschalter installieren. Vor einen 4-Poligen RCD würde man z.b. ein 3-Poliges Neozed-Element mit maximal 40A Absicherung installieren.
  • Begrenzung durch die LS-Schalter NACH dem Fehlerstromschutzschalter
    • Eine weitere Möglichkeit ist den Strom durch die nachgeschalteten Leitungsschutzschalter zu begrenzen. Werden nach dem RCD z.b. pro Phase zwei LS-Schalter mit je 16A (2×16 = 32A) installiert, wäre auch hier der Nennstrom nicht überschritten. Es wäre in diesem Fall keine weitere Vorsicherung mehr nötig.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, eine Vorsicherung ist für einen RCD nicht zwingen erforderlich. Es ist auch möglich, die Nennströme durch die nachgeschalteten Sicherungen einzuhalten.

 

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