Akkus und Batterien sind aus unserem Alltag heute nicht mehr wegzudenken. Doch auch Mythen über Akkus und Batterien halten sich zum Teil sehr hartnäckig. So sollte man Batterien im Kühlschrank* lagern um ihre Lebensdauer zu verlängern, der Memory-Effekt soll die Kapazität von AKkus bei falschem Laden massiv beeinträchtigen, Lithium-Ionen Akkus aus dem nichts explodieren oder eine leere Batterie auf der Heizung wieder zu neuem Leben erwecken. Doch was ist dran an diesen Mythen?
Mythos 1: Akkus und Batterien im Kühlschrank: Hilft das wirklich?
Häufig hört man, dass ein Lagern von Akkus oder Batterien im Kühlschrank die Lebensdauer verlängern soll. Tatsächlich kann die Entladung von Akkus bei Temperaturen im Kühlschrank etwas verlangsamt werden. Die niedrigen Temperaturen verlangsamen die chemischen Prozesse im Inneren der Zellen und sorgen für eine langsamere Entladung. Zu kalt sollte es dabei jedoch nciht sein, Temperaturen unter 6°C können schädlich sein. Von einer Lagerung im Kühlschrank ist trotzdem dringend abzuraten. Die hohe Luftfeuchtigkeit in Kühlschränken kann zu Schäden an Akkus und Batterien führen und im Extremfall sogar sehr gefährlich werden.
Nach einer Lagerung bei so niedrigen Temperaturen ist ein langsames Aufwärmen bei Zimmertemperatur nötig, um die Kondenswasserbildung zu minimieren.
Fazit: Der Lebenszyklus einer Batterie kann zwar im Kühlschrank verlängert werden. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit ist jedoch dringend davon abzuraten. Besser ist eine Lagerung in einem trockenen und kühlen Keller oder Abstellraum bei ca. 15°C und normaler Luftfeuchtigkeit.
Mythos 2: Eine leere Batterie bekommt auf der Heizung ein „neues Leben“?
Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass man leere Batterien* auf die Heizung legen sollte. Dadurch sollen sie ein neues Leben eingehaucht bekommen und wieder funktionieren.
Tatsächlich kann dieser Trick kurzzeitig funktionieren. Ist eine Batterie leer / entladen, verlangsamt sich die chemische Reaktion und der Innenwiderstand steigt. Dadurch liefert die Batterie keine ausreichende Spannung mehr. Wird eine Batterie nun auf einer Heizung erhitzt, kann die chemische Reaktion wieder angeregt werden. Dieser Effekt ist jedoch nur von kurzer Dauer. Die Batterie erhält dabei keine neue Kapazität, es werden nur in der Batterie vorhandene Restladungen aktiviert.
Fazit: Durch das Erwärmen einer Batterie auf der Heizung kann tatsächlich kurzzeitig wieder Energie freigesetzt werden. Dieser Effekt ist aber nur von kurzer Dauer. Es ist jedoch unbedingt davon abzuraten, Batterien oder Akkus auf der Heizung zu erhitzen. Durch die Temperatur kann die Umhüllung der Batterie beschädigt werden, wodurch enthaltene Chemikalien auslaufen können. Auch die Bildung von Gasen ist möglich. Je nach Batterietyp besteht sogar Explosionsgefahr.
Batterien und Akkus sollten daher niemals auf der Heizung oder auf andere Weise erhitzt werden.
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Mythos 3: Akkus müssen immer vollständig entladen werden!
Dieser Mythos hält sich schon lange sehr hartnäckig. Doch er stimmt heute nur noch bedingt. Frühere Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) litten tatsächlich unter dem so genannten „Memory-Effekt“. Werden solche Akkus regelmäßig nur teilweise entladen, verringert sich ihre nutzbare Kapazität. Daher sollte man solche Akkus möglichst vollständig entladen und erst danach wieder aufladen.
Bei Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) spielt der Memory-Effekt keine große Rolle mehr. Dafür kann es bei NiMH-Akkus zum Batterieträgheitseffekt kommen. Dieser führt zu einem Abfall der erzielbaren Entladungsspannung.
Modernere Akku-Technologien wie Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus leiden nicht mehr unter dem Memory-Effekt. Im Gegenteil. Eine Tiefenentladung kann den Akkus sogar schaden. Ein regelmäßiges Nachladen ist unproblematisch, da Ladeelektronik die Akkus vor einer Überladung schützt.
Fazit: Dieser Mythos stimmt nur bedingt. Bei alten NiCa-Akkus, kann es tatsächlich zum Memory-Effekt kommen. Bei moderneren Akku-Technologien ist dies jedoch kein Problem mehr und kann sogar zu einer TIefenentladung und damit zu Schäden am Akku führen.
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Mythos 4: Schnellladen zerstört Akkus
Ein weiterer Mythos ist, dass die Schnellladefunktion Akkus zerstören würde. Diese Behauptung stimmt jedoch nur bedingt. Fakt ist, dass schnelleres Laden höhere Ladeströme erfordert. Diese führen zu einer höheren Temperatur beim Ladevorgang. Die Temperaturen können problematisch sein und den Akku schneller altern lassen. Moderne Ladegeräte überwachen aber Temperatur und Ladeleistung um Schäden am Akku zu vermeiden.
Fazit: Die höheren Ströme beim Schnellladen führen zu höheren Temperaturen, welche dem Akku schaden können. Moderne Ladetechnik versucht diesen Effekt zu minimieren. Gelegentliches Schnellladen ist daher meist unproblematisch. Regelmäßiges Schnellladen kann sich jedoch negativ auf die Lebensdauer von Akkus auswirken.
- Gellerich, Wolfgang(Autor)