Die Bewohner im Südwesten Berlins können aufatmen: Nach einem tagelangen Stromausfall infolge eines Anschlags auf eine Kabelbrücke, ist die Stromversorgung in allen Haushalten wiederhergestellt. Schulen bleiben weiterhin geschlossen, die Notanlaufstellen jedoch weiterhin für Bürger geöffnet.
Reparaturarbeiten unter Hochdruck
Ursprünglich war eine Wiederherstellung der Stromversorgung für Donnerstag den 09.01.2026 geplant. Früher als geplant wurde mit der Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung schon am Mittwoch den 08.01.2026 ab 11 Uhr Vormittags begonnen. Vier Tage nach dem Terroranschlag auf das Berliner Stromnetz im Südwesten der Stadt ist die Energieversorgung wieder vollständig hergestellt.
Nach provisorischen Reparaturarbeiten an den zerstörten Hochspannungsleitungen zum Heizkraftwerk Lichterfelde, schaltete der Netzbetreiber Stromnetz Berlin heute schrittweise die letzten rund 20.000 Haushalte und 850 Gewerbekunden wieder zu.
Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach im Interview von einem „Guten Tag“ für die Hauptstadt und kündigte einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur an. Nach Behördenangaben war der Stromausfall im Januar 2026 der längste Stromausfall der Nachkriegsgeschichte Berlins.
Schulen bleiben noch geschlossen
Notanlaufstellen und Essenausgabepunkte sollen nach aktuellen Meldungen zunächst geöffnet bleiben, auch Notstromaggregate an Pflegeheimen und anderen kritischen Orten blieben zunächst zur Sicherheit stehen.
Die Schulen in dem betroffenen Gebiet blieben die Woche über noch geschlossen, teilte die Senatsverwaltung für Bildung mit. Heizungen in den Schulgebäuden müssten erst wieder überprüft und inbetriebgenommen werden, zudem seien technische Prüfungen etwa an den Brandmeldeanlagen nötig.
Weiterführende Informationen zum Stromausfall in Berlin
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