Blackout-Vorsorge

Blackout-Vorsorge: Tipps für eine Sichere Stromversorgung im Notfall

Minus fünf Grad, keine Heizung, kein Strom und kein Wasser mehr: Ein Horrorszenario
Vorfälle wie der großflächige Stromausfall in Berlin am 03.01.2026 haben gezeigt, dass ein großflächiger Stromausfall keine bloße Theorie ist. Naturereignisse, Cyberangriffe, technische Störfälle oder wie in Berlin ein Terroranschlag auf die Energieinfrastruktur können das Leben wie wir es kennen zum Erliegen bringen. Für Haushalte und Betriebe stellt sich daher eine zentrale Frage:

Wie kann im Falle eines Blackouts oder Stromausfalles eine sichere und funktionierende Notstromversorgung gewährleistet werden?

Siehe auch:

Was macht Stromausfälle so kritisch?

Egal ob Blackout oder Stromausfall – ist der Strom plötzlich weg merken wir, wie abhängig wir von elektrischer Energie geworden sind. In den ersten Minuten wird uns auffallen, dass dsa Licht nicht mehr funktioniert, der Fernseher dunkel bleibt oder der Herd kalt. Nach wenigen Stunden wird auch der Kühlschrank seine Temperatur nicht mehr halten können und Gefrierschränke auftauen.

Wirklich problematisch wird die Situation im Winter und bei Minusgraden. Denn ohne Strom auch keine Heizung. Egal ob Wärmepumpe, Gas- oder Ölheizung: Alle drei benötigen direkt und indirekt elektrischen Strom um Wasser zu erwärmen. Bei Gas und Öl insbesondere für Zündfunken, Steuerung und Pumpen.

Auch wird das Internet und Telefon ausfallen und das Handynetz nicht mehr erreichbar sein. Damit ist man von sämtlicher Kommunikation und Information abgeschnitten. Nach kurzer Zeit werden auch die Trinkwasserpumpen ausfallen und damit der Druck in den Wasserleitungen nachlassen, bis kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt.

Spätestens dann werden wir feststellen, wie sehr elektrische Energie heute unseren Alltag bestimmt. Es geht quasi nichts mehr ohne elektrischen Strom. Doch wie können wir vorsorgen? Wsa tun um im Fall der Fälle nicht völlig aufgeschmissen zu sein? Hierfür lohnt es sich, sich im Vorfeld Gedanken zu machen und die nötigen Vorkehrungen zu treffen.

Notstromversorgung: Was ist sinnvoll und was ist möglich?

Um im Falle eines Stromausfalles nicht ganz aufgeschmissen zu sein lohnt es sich, sich einmal über das Thema Notstromversorgung Gedanken zu machen.

Was ist eine Notstromversorgung?

Eine Notstromversorgung soll bei einem Stromausfall die eigene Stromversorgung gewährleisten. Dabei ist das Ziel nicht, das ganze Haus wie gewohnt zu betreiben. Viel mehr geht es darum, die kritischen Anlagenteile mit Strom zu versorgen und für sich selbst Sicherheit zu schaffen. Wichtige Einrichtungen, für die eine Notstromversorgung in Frage kommen:

  • Heizungsanlage, insbesondere im Winter für Heizung und warmes Wasser
  • Beleuchtung
  • Medizinische Geräte (viele Menschen sind auf medizinische Geräte angewiesen wie beispielsweise Inhalationsgeräte, Sauerstoffgerät)
  • Erwärmung von Babynahrung
  • Informationsbeschaffung (Radio oder ggf. TV)
  • Handy aufladen

Ob man seine Notstromversorgung auch dazu verwenden kann und sollte zu kochen, muss jeder für sich entscheiden und ist abhängig von der installierten Leistung. Aufgrund des hohen Energiebedarfs zum Kochen, stößt man hier schnell an die Grenzen normaler Möglichkeit.

Notstromgeneratoren: Flexibel und zuverlässig

Eine einfache und verlässliche Möglichkeit im Notfall mit Energie versorgt zu sein sind (Not)Stromgeneratoren. Diese können je nach Modell mit Benzin, Diesel oder Gas betrieben werden, ihre Laufzeit ist damit nur abhängig vom Kraftstoffvorrat. Man unterscheidet grob in zwei Kategorien

Konventionelle Generatoren

  • mechanischer Synchrongenerator
  • konstante Drehzahl
  • einfache Technik
  • Spannung und Frequenz sind von der Last abhängig

Inverter-Generatoren

Inverter Generatoren sind Generatoren mit Leistungselektronig. Sie erzeugen eine saubere Sinusspannung und sind sowohl Frequenzsstabil als auch Spannungsstabil unter Last. Ihre Drehzahl ist variabel in Abhängigkeit der Last und sie arbeiten deutlich leiser. Für den Hausgebrauch ist das die sinnvollere Variante.

  • Frequenzstabil
  • Spannungsstabil
  • Variable Drehzahl
  • Leise im Betrieb
  • Bessere Wahl beim Anschluss von Elektronik wie Handys, Router, Heizungssteuerung
maXpeedingrods Inverter Stromerzeuger 3300W Stromgenerator Benzin Superleise 4 Takt mit USB und 230V Steckdosen Leicht als Notstromaggregat Backup Stromausfälle für Camping Wohnwagen Garage Baustelle*
  • 【Multifunktionales Netzteil】Erzeugt 3300 Watt Spitzenleistung und 3000 Watt Betriebsleistung. Geeignet für Wohnmobile, Camping, Handwerk,...
  • 【Geräuscharm】Wenn sich der Generator im ECO-Modus bei 25 % Last befindet und 7 m vom Generator entfernt ist, beträgt der Geräuschpegel 58...

Leitungsbedarf richtig bestimmten

Doch wie viel Leistung braucht man nun bei solch einem Generator?

  • Heizungssteuerung + Umwälzpumpe: 100–300 W
  • Kühlschrank / Gefriertruhe: 100–200 W (Anlaufstrom beachten)
  • LED-Beleuchtung: 50–150 W
  • Router / Kommunikation: 20–50 W
  • Ladegeräte, Kleingeräte: 50–100 W

In der Praxis reichen 2–3 kVA Generatorleistung für ein Einfamilienhaus mit Notversorgung meist aus.

Empfohlene Generatoren:

Einhell Stromerzeuger (Benzin) TC-IG 1100 (1100 W Maximalleistung, 1000 W max. Dauerleistung, 6,5 L Tank, Inverter, 4-Takt-Motor, 1x 230 V, Ölmangelsicherung, Überlastschutz)*
  • Der Stromerzeuger (Benzin) TC-IG 1100 wird von einem kraftvollen, robusten und emissionsarmen 4-Takt-Antriebsmotor mit 1.4 kW Leistung angetrieben.
  • Die Inverter-Technologie sorgt für Strom ohne Spannungsspitzen, so dass auch empfindliche Geräte angeschlossen werden können.
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revolt Stromaggregat: WLAN-Benzin-Inverter-Generator, 4.200W, 2X 230 V, 2X 12 V, 2X USB, 13l (Notstromagregat, Strominverter, Balkonkraftwerk)*
  • Leistungsstarker 4-Takt-Motor mit 4,5 kW: 3.700 W Dauerleistung (4.200 W Spitze) • Zwei Schutzkontakt-Steckdosen, zwei USB-Buchsen und zwei...
  • Unabhängige Stromerzeugung ohne Spannungsschwankungen: für den mobilen Betrieb von 230-V-Geräten, USB-Geräten sowie 12-V-Geräten •...

Einspeisung ins Hausnetz: Ausschließlich für Elektrofachkräfte

Viele fragen sich, ob sie ihren Generator einfach ans Hausnetz anschließen können, wie auch in Krankenhäusern & Co. üblich. Doch davon ist dringend abzuraten und ein normaler Anschluss per Leitung oder Stecker ist absolut verboten. Die Einspeisung per Stecker und Steckdose nennt sich nicht ohne Grund „Suicide Plug“.

Für einen korrekten Anschluss an das Hausnetz gibt es grundsätzlich drei mögliche Optionen

Zwingend erforderlich:

  • allpolige Trennung vom öffentlichen Netz, bevor der Generator zugeschaltet wird
  • definierte Erdungs- und Netzform (TN / TT / IT)
  • klare Verbraucherpriorisierung

Diese Arbeiten dürfen ausschließlich von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden. Solltest du selbst keine elektrotechnische Ausbildung (z.b. zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik) absolviert haben sowie ausreichende Berufserfahrung haben, ist von einer Installation dringend abzuraten. Hier herrscht absolute Lebensgefahr. Solche Installationen sollten nur in Abstimmung mit einem Elektrofachbetrieb realisiert werden.

Notstromgenerator ohne Netzanschluss betreiben

Ich persönlich würde den meisten Menschen dazu raten, einen Notstromgenerator ohne einen festen Anschluss ans Netz zu betreiben. Geräte wie Kühlschrank, Radio oder Stehleuchten können einfach per Verlängerungskabel an einen mobilen Generator angeschlossen werden. Maximal die Heizungsanlage könnte man im Bedarfsfall noch vom normalen Stromnetz trennen und provisorisch an einen Generator anschließen. Das sollte jedoch ebenfalls nur eine Elektrofachkraft ausführen.

Brennstoffe, Laufzeit und Lagerung

  • Benzin: hohe Energiedichte, begrenzte Haltbarkeit
  • Diesel: effizient, langlebig, ideal für Dauerbetrieb
  • Gas (LPG): sauber, lange lagerfähig, geringere Leistung

Für längere Blackouts ist die logistische Verfügbarkeit entscheidender als der Wirkungsgrad.

Photovoltaikanlagen im Blackout

Warum PV-Anlagen bei Netzausfall abschalten

Photovoltaikanlagen unterliegen strengen Vorschriften. Bei einem Netzausfall, schaltet der integrierte Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) die PV-Anlage automatisch ab. Dadurch soll im Normalfall die Sicherheit bei Arbeiten an der Anlage gewährleistet werden. Im Falle eines Stromausfalls, ist damit aber auch die PV-Anlage nicht nutzbar.

Abhilfe schafft nur eine PV-Anlage mit Batteriespeicher* oder im Inselbetrieb.

Powerbanks und Akkuspeicher

Eine der einfachsten, aber begrenzten Möglichkeiten der Stromversorgung im Notfall stellen Batteriespeicher * dar. Diese gibt es als kleine Powerbanks* für das Laden von Handys bishin zu großen Batteriespeichern*, mit denen man auch größere Geräte wie einen Kühlschrank eine gewisse zeit betreiben kann.

Für mich gehören Powerbanks zur Grundausstattung. So lässt sich zumindest das Handy noch eine Weile autark betreiben. Ist man in dieser Zeit sparsam und nutzt das Handy nur für das nötigste, kann man mit einer geladenen Powerbank durchaus einige Wochen Netzausfall überbrücken – natürlich nur für das Laden des Handys.

Balkonkraftwerk mit Batteriespeicher

Mittlerweile eine sinnvolle Möglichkeit sind Balkonkraftwerke* oder mobile PV-Module mit Akkuspeicher. Diese gibt es entweder als Balkonkraftwerk und fest montiert. Oder auch mobile Anlagen z.b. für Camping & Co. Diese können mobil überall aufgestellt werden und zugehörige Akkuspeicher laden. Diese Variante halte ich für sehr sinnvoll.

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Welches ist die beste Variante für mich?

Viele fragen sich, was die beste Variante ist um bei einem Stromausfall versorgt zu sein. Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Hat man ein eigenes Haus mit Photovoltaikanlage kann man darüber nachdenken, einen Batteriespeicher zu installieren. Damit wäre man schon zu einem großen Teil autark. Batteriespeicher können eine Kapazität haben, mit der man einen oder zwei Tage auskommt. Solange das Wetter ein Laden durch die PV-Anlage ermöglicht kann man auch deutlich länger autark leben. Zumindest der Betrieb von Heizung und Kühlschrank sollte damit gesichert sein, auch fürs Kochen dürfte es reichen.

Generatoren als Alternative

Hat man keine PV-Anlage bieten sich Generatoren an. Hier würde ich meinen Leistungsbedarf ermitteln und damit einen Generator anschaffen, im Idealfall einen Inverter-Generator. Außerdem darauf achten, dass man immer einen gewissen Vorrat an Treibstoff gelagert hat. Hier reichen meist wenige Liter.

Diese Möglichkeit bietet sich in Mietswohnungen jedoch oft nicht an. Daher ist man hier auf andere Möglichkeiten angewiesen.

Batteriespeicher: Flexibel aber begrenzte Energiemenge

Eine gute Möglichkeit in Mietshäusern ist die Verwendung von Batteriespeichern. Diese gibt es in portablen Großakkus auch mit ca. 4kWh Kapazität. Allerdings sind diese Geräte sehr teuer (kleine Speicher fangen bei ca. 500 EUR an, auch mehrere tausend Euro sind möglich).

Daneben ist es meiner Meinung nach wichtig auch die ein oder andere einfache Powerstation fürs Handy zuhause zu haben.

Worauf sollte man noch achten bei einem Stromausfall?

Ich würde mir einmal Gedanken machen, wie mein Tagesablauf aussieht. Welche Geräte nutze ich? Welche technischen Einrichtungen benötige ich? Das fängt bei der elektrischen Zahnbürste an und hört beim Kochen auf. Brauche ich medizinische Geräte? Muss ich Babynahrung erwärmen? Wie halte ich mein Baby oder meine Kinder im Falle eines Heizungsausfalles warm?

Hier noch ein paar Tipps:

  • Unbedingt ausreichend Batterien und Taschenlampen oder Akkulampe* zuhause haben
  • Powerbanks für die Handys immer geladen
  • Fällt der Strom aus ist es sinnvoll die Badewanne oder einige Eimer mit Wasser zu füllen: Solange der Wasserdurck noch vorhanden ist, kann man sich einen kleinen Vorrat anlegen
  • Akku- oder Kurbelradio* um mit Informationen versorgt zu sein. Kurbelradios sind völlig Unabhängig von einer Stromquelle
  • Immer genug Trinkwasser vorrätig haben
  • Lebensmittelvorräte für einige Tage im Haus haben
  • Im Extremfall können auch ein paar Knicklichter* sinnvoll sein

Fazit: Sollte ich auf einen Blackout vorbereitet sein?

Ich bin der Meinung man sollte keine Angst oder Panik vor einem Blackout haben und auch nicht verbreiten. Aber man sollte sich bewusst machen, was es heißt einmal ohne Strom zu sein. Wie der aktuelle Stromausfall in Berlin zeigt, geht es sehr schnell und die Auswirkungen sind dramatisch. Es bietet sich daher an sich vorab Gedanken zu machen was im Notfall zu tun ist und welche Ausstattung man für sich selbst benötigt oder möchte. Im Zweifel haben wir in Deutschland einen sehr guten Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Dieser funktioniert aber nur wenn jeder auch für sich selbst Vorsorge betreibt.

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