Multimeter Kaufberatung

Multimeter Kaufberatung: Welches Multimeter ist das richtige?

Ein Multimeter gehört zu den wichtigsten Messgeräten in der Elektrotechnik. Doch welches Multimeter sollte man kaufen? Einfache Geräte gibt es bereits für wenige Euro, während professionelle Multimeter von Benning, Fluke oder anderen Herstellern mehrere hundert Euro kosten können. Nicht jeder benötigt allerdings ein so teures Multimeter. Entscheidend ist, was und vor allem wo gemessen werden soll.

Mit einem Digitalmultimeter lassen sich zahlreiche elektrische Größen messen und prüfen. Dazu gehören je nach Modell unter anderem:

  • Gleich- und Wechselspannung
  • Gleich- und Wechselstrom
  • Widerstand
  • Durchgang
  • Frequenz
  • Kapazität
  • Dioden
  • Temperatur

Für einen Heimwerker, der gelegentlich eine Batterie oder ein Netzteil überprüfen möchte, gelten dabei völlig andere Anforderungen als für eine Elektrofachkraft, die regelmäßig in Verteilungen und elektrischen Anlagen misst. In dieser Multimeter-Kaufberatung zeige ich deshalb, worauf du beim Kauf achten solltest und welches Multimeter sich für welchen Einsatzzweck eignet.

Welches Multimeter sollte man kaufen?

Für Heimwerker und gelegentliche Messungen:
Ein günstiges Digitalmultimeter mit Spannungs-, Strom- und Widerstandsmessung sowie Durchgangsprüfung reicht meistens aus. Wichtig ist trotzdem eine geeignete Messkategorie für den vorgesehenen Einsatz.

Für regelmäßige Nutzung:
Hier lohnt sich ein besser ausgestattetes Multimeter mit Autorange, True RMS, beleuchtetem Display und einem größeren Anzeigeumfang. Auch die Messkategorie sollte nach dem jeweiligen Anwendungsfeld ausgewählt werden.

Für Elektriker und professionelle Anwender:
Wer regelmäßig an elektrischen Anlagen arbeitet, sollte besonderen Wert auf Sicherheit, Messkategorie, hochwertige Messleitungen, True RMS, robuste Verarbeitung und zuverlässige Messergebnisse legen. Je nach Einsatz sind CAT III 1000 V beziehungsweise CAT IV 600 V typische Ausstattungsmerkmale professioneller Geräte.

Der Preis sollte bei einem Multimeter deshalb niemals das einzige Kaufkriterium sein. Gerade wenn mit Netzspannung gearbeitet wird, handelt es sich um ein sicherheitsrelevantes Messgerät. Auch sollte man nicht danach entscheiden, welches Multimeter die meisten Funktionen hat. Viele Geräte bieten Messfunktionen, die man später nie benötigt. Das Geld ist in Qualität und Sicherheit besser investiert.

Digitales oder analoges Multimeter?

Bei der Kaufentscheidung stellt sich zunächst die Frage zwischen analogem und digitalem Multimeter. Für die meisten Anwender ist die Antwort heute eindeutig:

Ich würde grundsätzlich ein digitales Multimeter kaufen.

Digitale Multimeter zeigen den Messwert unmittelbar als Zahl an. Dadurch sind sie einfach abzulesen und Ablesefehler werden reduziert. Weitere Vorteile sind je nach Modell:

  • automatische Messbereichswahl
  • höhere Auflösung
  • Hold-Funktion
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Min-/Max-Speicher
  • True-RMS-Messung
  • Frequenz- und Kapazitätsmessung
  • teilweise Bluetooth oder Datenlogging, praktisch bei vielen Wiederkehrenden Messungen

Analoge Multimeter können bei bestimmten Anwendungen durch ihre kontinuierliche Zeigerbewegung noch Vorteile besitzen. Mit ihnen lassen sich beispielsweise kurzzeitige Spitzenwerte viel besser erkennen – zum Beispiel ein kurzer Ausschlag der Spannung oder eines Anlaufstroms. Für die typische Elektroinstallation, Fehlersuche oder Anwendung zu Hause ist ein digitales Multimeter heute jedoch fast immer die sinnvollere Wahl.

Die wichtigsten Kriterien beim Multimeter-Kauf

Wie bereits erwähnt, sollte der reine Funktionsumfang nicht das erste Kriterium für einen Kauf sein.  Ein Gerät mit 20 Messfunktionen ist nicht automatisch besser als ein professionelles Multimeter mit weniger Funktionen. An oberster Stelle sollten daher zuerst die wirklich benötigten Funktionen und die Sicherheit und Qualität stehen. Wenn dann ein Modell in der Auswahl ist, dass noch weitere Funktionen hat, spricht absolut nichts gegen Mehr Ausstattung.

Besonders wichtig sind aus meiner Sicht folgende Kriterien:

1. Die richtigen Messfunktionen

Praktisch jedes Digitalmultimeter beherrscht die grundlegenden Messgrößen. Dazu gehören mindestens:

Spannungsmessung

Ein Multimeter sollte Gleichspannung (DC) und Wechselspannung (AC) messen können. Gleichspannung findet man beispielsweise bei Batterien, Akkus, Netzteilen und vielen elektronischen Schaltungen. Wechselspannung begegnet einem natürlich in fast allen Bereichen der Elektrotechnik. Dabei sollte auch auf den richtigen Messbereich geachtet werden. Wer eher im Bereich Kleinspannung unterwegs ist sollte darauf achten, dass auch niedrige Spannungen zuverlässig messbar sind. In anderen Bereichen wie der Industrie oder PV-Anlagen, können dagegen auch sehr hohe Spannungen wie 1.200V/DC nötig sein.

Strommessung

Auch Strom lässt sich mit einem Multimeter messen. Hier muss besonders auf den maximal zulässigen Strom und die richtige Eingangsbuchse geachtet werden. Viele Multimeter besitzen getrennte Anschlüsse für kleine Ströme und einen zusätzlichen Eingang beispielsweise bis 10 A. Bei der Strommessung ist extrem wichtig, auf den richtigen Anschluss zu achten! Niemals darf versehentlich in der Funktion zur Strommessung eine Spannung gemessen werden! Hier besteht Lebensgefahr!

Widerstandsmessung

Die Widerstandsmessung gehört ebenfalls zur Standardausstattung. Sie wird aber eher im Bereich von elektrischen Schaltungen, Steuerungen oder Platinen zum Einsatz kommen.

Durchgangsprüfung

Die akustische Durchgangsprüfung gehört für mich zu den wichtigsten Funktionen überhaupt. Besteht zwischen zwei Messpunkten eine niederohmige Verbindung, gibt das Multimeter einen Signalton aus. Dadurch muss man während der Messung nicht ständig auf das Display schauen.

Im Arbeitsalltag benutze ich aber tatsächlich lieber einen zweipoligen Spannungsprüfer mit integrierter Durchgangsprüfung. Das ist in den meisten Situationen einfacher zu handhaben.

2. True RMS – braucht man das wirklich?

Bei besseren Multimetern findet man häufig die Bezeichnung True RMS oder TRMS.

RMS steht für „Root Mean Square“, auf Deutsch Effektivwert. Bei einer sauberen sinusförmigen Wechselspannung können auch einfachere Messverfahren brauchbare Ergebnisse liefern. In modernen elektrischen Anlagen treten allerdings immer häufiger nicht sinusförmige Spannungen und Ströme auf. Ursachen dafür können beispielsweise sein:

  • Frequenzumrichter
  • Schaltnetzteile
  • LED-Treiber
  • elektronische Leistungssteller
  • Dimmer
  • verschiedene elektronische Verbraucher

Ein True-RMS-Multimeter bestimmt den Effektivwert auch bei verzerrten Signalformen wesentlich zuverlässiger innerhalb seiner spezifizierten Grenzen. Für gelegentliche einfache Messungen ist True RMS nicht zwingend erforderlich.

Für Elektriker und professionelle Anwender würde ich heute allerdings grundsätzlich zu einem True-RMS-Multimeter greifen. Bei professionellen Geräten ist diese Funktion ohnehin Standard.

3. Die Messkategorie CAT II, CAT III und CAT IV

Eines der wichtigsten Kriterium bei der Auswahl eines Multimeters ist die richtige Messkategorie. Messgeräte wie Multimeter werden in Messkategorien von CAT I bis CAT IV eingeteilt. Die Messkategorie gibt an, für welchen Anwendungsbereich im Niederspannungsnetz das elektrische Mess- und Prüfgerät vorgesehen ist. Die Messkategorien von CAT I bis CAT IV ist für die Sicherheit von Messgeräten von besonderer Bedeutung. Zusätzlich zur Messkategorie als Anwendungsbereich ist die Maximalspannung angegeben, für die ein Messgerät zugelassen ist. Die Einteilung erfolgt in vier Kategorien

CAT I Messungen an Stromkreisen, die keine direkte Verbindung zum Netz haben (Batteriebetrieb), z. B. Geräte der Schutzklasse 3 (Betrieb mit Schutzkleinspannung), batteriebetriebene Geräte, 12…24 V–PKW-Elektrik.
CAT II Messungen an Stromkreisen, die eine direkte Verbindung mittels Stecker mit dem Niederspannungsnetz haben, z. B. Haushaltsgeräte, tragbare Elektrogeräte.
CAT III Messungen innerhalb der Gebäudeinstallation (stationäre Verbraucher mit nicht steckbarem Anschluss, Steckdosen, fest eingebaute Geräte im Verteiler), z. B. Stromkreisverteiler.
CAT IV Messungen an der Quelle der Niederspannungsinstallation (Zähler, Hausanschluss, Überstromschutz), z. B. Zählerschrank, Niederspannungsverteiler, Hausanschlusskasten.

Wichtig: Die Kategorien sind außerdem in die Spannungshöhen 300 V/600 V/1000 V eingeteilt. So kann beispielsweise ein Messgerät für Spannungen bis 600 V zwar CAT IV entsprechen, für Spannungen bis 1000 V aber beispielsweise nur noch der CAT III entsprechen.

Eine typische Kennzeichnung lautet beispielsweise:

CAT III 1000 V / CAT IV 600 V

Ein Multimeter mit dieser Kennzeichnung darf also nicht einfach als „CAT IV bis 1000 V“ interpretiert werden. Für Spannungen von über 600 Volt, entspricht dieses Messgerät nur noch der Kategorie CAT III.

Die Messkategorie ist sicherheitsrelevant und unbedingt zu beachten!

5. Was bedeuten Counts beim Multimeter?

Bei Multimetern findet man häufig Angaben wie:

  • 2.000 Counts
  • 4.000 Counts
  • 6.000 Counts
  • 20.000 Counts
  • 60.000 Counts

Die Counts beschreiben vereinfacht die Auflösung der Anzeige. Ein Multimeter mit 6.000 Counts kann innerhalb eines Messbereichs beispielsweise Werte bis 5.999 darstellen, bevor in den nächsten Bereich gewechselt werden muss. Eine höhere Count-Zahl ermöglicht dadurch unter geeigneten Bedingungen eine feinere Darstellung des Messwertes.

Mehr Counts bedeuten allerdings nicht automatisch, dass das Multimeter insgesamt genauer ist.

Auflösung und Genauigkeit sind zwei unterschiedliche Dinge.

Ein Gerät kann sehr viele Stellen anzeigen und trotzdem eine vergleichsweise große Messabweichung besitzen. Für normale Arbeiten an der Elektroinstallation sind deshalb keine extrem hohen Count-Zahlen erforderlich. Bei Elektronik und präziseren Messaufgaben können sie dagegen interessanter sein.

7. Genauigkeit und Auflösung

Bei einem Multimeter sollte nicht nur darauf geachtet werden, wie viele Nachkommastellen das Display darstellen kann. Entscheidend ist auch die vom Hersteller angegebene Messgenauigkeit. Diese wird häufig beispielsweise in der Form:

± (0,5 % vom Messwert + 2 Digits)

angegeben.

Je nach Messgröße und Messbereich gelten unterschiedliche Genauigkeiten. Für typische Fehlersuche an einer 230-V-Installation ist eine extrem hohe Laborpräzision normalerweise nicht notwendig. Wer dagegen an elektronischen Schaltungen arbeitet oder sehr kleine Spannungen, Ströme oder Widerstandsänderungen erfassen möchte, sollte stärker auf Genauigkeit und Auflösung achten.

8. Display und Hintergrundbeleuchtung

Ein gutes Display klingt zunächst nach einem nebensächlichen Komfortmerkmal. In der Praxis ist es für mich aber durchaus wichtig. Wer beispielsweise in einem dunklen Schaltschrank, Technikraum oder hinter einer Anlage misst, wird eine gute Hintergrundbeleuchtung schnell zu schätzen wissen.

Achten würde ich auf:

  • große Ziffern
  • guten Kontrast
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Guter Betrachtungswinkel
  • übersichtliche Symbole

Welches Multimeter für Heimwerker?

Für Heimwerker muss es nicht unbedingt ein Multimeter für mehrere hundert Euro sein.

Wer hauptsächlich:

  • Batterien prüft,
  • Netzteile kontrolliert,
  • Durchgang misst,
  • Widerstände überprüft,
  • am Auto einfache Messungen durchführt oder
  • kleinere Elektronikprojekte bearbeitet,

kommt meist mit einem guten Einsteigergerät aus. Wichtig ist, dass das Gerät für den tatsächlichen Einsatz geeignet ist. Soll mit Netzspannung gearbeitet werden, würde ich gerade bei der Sicherheit nicht zum billigsten No-Name-Gerät greifen.

Einsteiger-Empfehlung: PeakTech P 1035

Das PeakTech P 1035 ist ein günstiges und unkompliziertes Digitalmultimeter für Einsteiger, Heimwerker und gelegentliche Messungen. Es bietet die wichtigsten Grundfunktionen und verzichtet auf unnötige Extras.

Wichtige Daten:

  • AC/DC-Spannungsmessung bis 600 V
  • Gleichstrommessung bis 10 A
  • Widerstandsmessung
  • Akustische Durchgangsprüfung
  • Diodentest
  • 2.000 Counts
  • Messkategorie CAT III 600 V
  • Manuelle Messbereichswahl

Für einfache Messaufgaben ist das PeakTech P 1035 eine preiswerte Einsteiger-Empfehlung eines etablierten Messtechnikherstellers.

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Welches Multimeter für Elektriker?

Für Elektriker und andere Elektrofachkräfte, die regelmäßig auch in energietechnischen Anlagen Messungen durchführen, sollte das Multimeter entsprechend eine hochwertigere Ausstattung mitbringen, insbesondere im Bereich Messkategorie und True-RMS.

Wichtige Kriterien wären:

  • True RMS
  • idealerweise CAT III 1000 V / CAT IV 600 V bei entsprechendem Einsatzprofil
  • hochwertige Messleitungen
  • schneller Durchgangsprüfer
  • Autorange
  • gute Displaybeleuchtung
  • robuste Verarbeitung
  • AC- und DC-Strommessung
  • Min-/Max-Funktion
  • namhafter Hersteller

Profi-Empfehlung: Benning MM 7-2

Das Benning MM 7-2 ist deutlich stärker auf professionelle Anwender ausgerichtet.

Es bietet unter anderem:

  • True-RMS-Spannungsmessung
  • Spannungsmessung bis 1.000 V
  • Strommessung bis 10 A beziehungsweise kurzzeitig 20 A entsprechend Herstellervorgabe
  • Widerstandsmessung
  • Kapazitätsmessung
  • Frequenzmessung
  • Temperaturmessung
  • Diodenprüfung
  • schnelle akustische und optische Durchgangsprüfung
  • 60.000 Counts
  • VoltSensor
  • zusätzliche Mess- und Komfortfunktionen

Damit richtet sich das MM 7-2 insbesondere an Anwender aus Elektrohandwerk, Industrie, Service und HLK-Technik.

Der Preis liegt deutlich über einem einfachen Heimwerker-Multimeter. Wer ein Multimeter aber regelmäßig beruflich einsetzt, bekommt dafür wesentlich mehr Ausstattung.

Vorteile: sehr umfangreiche Ausstattung, True RMS, hohe Anzeigeauflösung und auf professionelle Anwendungen zugeschnitten.

Nachteile: Für jemanden, der zweimal im Jahr eine Batterie misst, wäre ein Gerät dieser Klasse schlicht überdimensioniert.

Benning MM 7-2 True RMS Digital-Multimeter (Anzeige digital, Max. Spannungsmessbereich DC 1000 V, Optische und akustische Buchsenkontrolle) 44690*
  • Für Industrie, Service, Elektrohandwerk und HLK-Technik
  • Anzeige digital: Analoge Balkenanzeige - 4 5/6-stellige LCD-Anzeige (60.000 Punkte)

Multimeter für Elektronik

Wer hauptsächlich an elektronischen Schaltungen arbeitet, sollte die Kaufentscheidung etwas anders treffen.

Hier sind häufig besonders interessant:

  • hohe Auflösung
  • gute DC-Genauigkeit
  • kleine Strommessbereiche
  • Kapazitätsmessung
  • Frequenzmessung
  • Diodentest
  • schnelle Durchgangsprüfung

Die höchste CAT-Kategorie ist bei reinen Niederspannungsschaltungen dagegen weniger entscheidend als bei Arbeiten an der Gebäudeinstallation.

Ein Elektroniker benötigt deshalb möglicherweise ein anderes Multimeter als ein Elektroinstallateur, obwohl beide Geräte auf den ersten Blick ähnliche Messfunktionen besitzen.

Multimeter für Photovoltaik

Für Messungen an Photovoltaikanlagen gelten ebenfalls besondere Anforderungen.

PV-Strings können hohe Gleichspannungen erreichen.

Ein gewöhnliches Multimeter darf deshalb keinesfalls allein deshalb eingesetzt werden, weil auf dem Drehschalter ein DC-Spannungsbereich vorhanden ist.

Entscheidend sind die zulässige Spannung, Messkategorie und ausdrückliche Eignung des Messgerätes für die vorgesehene Anwendung.

Mittlerweile gibt es spezielle PV-Multimeter.

Das Benning MM 10-PV ist beispielsweise für entsprechende Anwendungen ausgelegt und ermöglicht mit passendem Zubehör DC-Spannungsmessungen bis 2.000 V. Es arbeitet mit True RMS und ist mit CAT III 1000 V beziehungsweise CAT IV 600 V spezifiziert.

Wer regelmäßig an Photovoltaikanlagen arbeitet, sollte deshalb gezielt ein dafür vorgesehenes Messgerät auswählen.

Wie viel sollte ein gutes Multimeter kosten?

Eine pauschale Preisgrenze gibt es nicht.

Als grobe Orientierung kann man Multimeter in verschiedene Klassen einteilen:

Günstige Einsteigergeräte

Für gelegentliche Messungen und einfache Anwendungen können bereits preiswerte Geräte ausreichen.

Mittelklasse

Hier bekommt man häufig bereits True RMS, Autorange, bessere Verarbeitung, umfangreichere Messfunktionen und höhere Sicherheitsausstattung.

Für ambitionierte Heimwerker und regelmäßige Nutzung ist diese Klasse oft der beste Kompromiss.

Professionelle Multimeter

Geräte von Herstellern wie Benning oder Fluke können mehrere hundert Euro kosten.

Dafür erhält man je nach Modell hochwertige Verarbeitung, entsprechende Messkategorien, umfangreiche Funktionen und Geräte, die für den regelmäßigen professionellen Einsatz entwickelt wurden.

Wer täglich damit arbeitet, sollte meiner Meinung nach nicht am Messgerät sparen.

Meine Empfehlung: Welches Multimeter kaufen?

Für gelegentliche Messungen zu Hause würde ich kein Multimeter für mehrere hundert Euro kaufen.

Ein ordentliches Einsteigergerät mit den notwendigen Messfunktionen reicht vollkommen aus.

Wer dagegen häufiger misst, sollte etwas mehr investieren.

Für ambitionierte Heimwerker würde ich insbesondere auf Autorange, True RMS, einen guten Durchgangsprüfer und vernünftige Messleitungen achten.

Für Elektriker und professionelle Anwender stehen Sicherheit und Zuverlässigkeit an erster Stelle. Hier würde ich zu einem hochwertigen True-RMS-Multimeter eines etablierten Herstellers mit einer für die vorgesehenen Arbeiten passenden Messkategorie greifen.

Ein Gerät mit CAT III 1000 V / CAT IV 600 V, hochwertigen Messleitungen, True RMS, Autorange und schneller Durchgangsprüfung ist für viele professionelle Anwendungen eine sehr interessante Kombination.

Und für spezielle Anwendungen wie Photovoltaik, Industrie, Frequenzumrichter oder Elektronik sollte das Multimeter gezielt nach den dort benötigten Funktionen ausgewählt werden.

 

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