Netzformen

Die Netzformenen in Drehstromsystemen bezeichnet man je nach Art der Erdung zwischen Verbraucher und VNB. Also die Erdung des Transformators beim Netzbetreiber und des Hausanschlusses der Kundenanlage. Dabei unterscheidet man ob es auf beiden Seiten eine eigenständige Erdungsanlage gibt oder die Erdungsanlagen über einen PE/PEN Leiter miteinander verbunden sind. Erfahre hier welche Netzformen es dabei gibt.

Kennzeichnung von Drehstromsystemen

Die Kennzeichnung besteht dabei aus drei oder vier Buchstaben. Die ersten beiden Buchstaben beziehen sich auf die Erdung. Durch einen Bindestrich getrennt folgt die Angabe der Art des Schutzleiters. Hier unterscheidet man ob es einen PE, einen PEN oder beides gibt.

Beispiel für ein typisches Netz: TN-CS

1. Buchstabe: Erdung der Stromquelle z.B. Trafostation

T = direkte Erdung des Sternpunktes
I = Isolierung aller aktiven Teile von Erde

2. Buchstabe: Erdung der elektrischen Anlage

T = direkte Erdung der elektrischen Anlage
N = Verbindung der elektr. Anlage mit dem Betriebserder der Stromquelle (z.B. Trafostation)

3. Buchstabe: Anordnung es Schutz- und Neutralleiters

S = PE und N getrennt verlegt
C = PE und N in einem gemeinsamen Leiter (PEN)

Netzformen der Drehstromsysteme

TN-System

Der Sternpunkt der Stromquelle ist geerdet, elektrische Anlage ist mit diesem Sternpunkt des Transformators verbunden.
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IT-System

Im IT-System darf der Sternpunkt des Transformators nicht geerdet sein. Geerdet werden nur die Gehäuse der Betriebsmittel. Dieses Netz kommt z.B. in Operationssäälen zum Einsatz.
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TT-System

Im TT-Netz ist der Sternpunkt des Transformators geerdet. Die elektrische Anlage ist ebenfalls direkt geerdet und mit dem Sternpunkt des Transformators NICHT verbunden.  Diese Netzform kommt z.B. bei Baustromverteilern oder in der Landwirtschaft zum Einsatz.
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