Willkommen in der Elektro-Ausbildung 2026! Der September ist für viele junge Menschen der Start in einen völlig neuen Lebensabschnitt. Die Schule liegt hinter euch – und plötzlich geht es nicht mehr nur um Noten, Stundenpläne und Hausaufgaben, sondern um Baustellen, Werkstätten, Schaltschränke, Messgeräte, Stromlaufpläne und echte Verantwortung.
Für viele beginnt in diesen Wochen die Ausbildung zum Elektroniker oder zur Elektronikerin.
Grund genug unsere neuen Berufskollegen zu Begrüßen und Ihnen ein paar hilfreiche Worte mit in den Ausbildungsstart zu geben.
Willkommen im Elektrohandwerk und willkommen in der Elektrotechnik!
Vielleicht habt ihr bereits die ersten Leitungen verlegt, Steckdosen montiert, Schaltpläne angesehen oder eure ersten Unterweisungen erhalten. Vielleicht besteht euer Arbeitsalltag momentan aber auch noch hauptsächlich daraus, Werkzeug zu holen, Material kennenzulernen und einem erfahrenen Kollegen über die Schulter zu schauen.
Eine Ausbildung im Elektrobereich dauert in vielen Elektroniker-Berufen 3,5 Jahre. Im Handwerk wird die Ausbildung zum Elektroniker aktuell in den Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik sowie Automatisierungs- und Systemtechnik angeboten. Daneben gibt es weitere eigenständige Elektro-Ausbildungsberufe.
Und in diesen dreieinhalb Jahren werdet ihr wahrscheinlich mehr lernen, als ihr euch am ersten Ausbildungstag vorstellen könnt.
Vom ersten Stromkreis bis zur komplexen Anlage
Am Anfang erscheinen viele Dinge kompliziert.
Warum gibt es TN-C-, TN-S- und TN-C-S-Systeme? Was genau unterscheidet Leitungsschutzschalter und Fehlerstrom-Schutzeinrichtung? Warum ist der Spannungsfall wichtig? Was bedeutet Schleifenimpedanz? Wie funktioniert ein Drehstrommotor? Und warum redet der Geselle ständig von irgendwelchen DIN-VDE-Normen?
Keine Sorge: Niemand erwartet, dass ihr das nach wenigen Wochen alles beherrscht. Die Elektrotechnik ist ein riesiges Fachgebiet. Selbst Elektroniker mit jahrzehntelanger Berufserfahrung kennen nicht jeden Bereich, nicht jede Norm und nicht jede Technologie. Wie viele Fragen in unserer ElektrikerWissen.de Community zeigen, tauchen auch unter den erfahrensten Berufskollegen immer wieder Fragen auf – und das ist auch gut so!
Entscheidend ist deshalb zunächst, die Grundlagen wirklich zu verstehen.
Spannung, Strom, Widerstand und Leistung gehören genauso dazu wie Reihen- und Parallelschaltungen, Wechselstrom, Drehstrom, Schutzmaßnahmen, Leitungsdimensionierung und Messtechnik. Wer diese Grundlagen beherrscht, kann später viele komplexere Zusammenhänge wesentlich leichter verstehen.
Und genau dabei soll euch auch ElektrikerWissen.de unterstützen.
Welche Fachrichtungen gibt es in der Elektro-Ausbildung 2026?
„Elektroniker“ ist nicht gleich „Elektroniker“. In Deutschland existieren verschiedene Ausbildungsberufe und Spezialisierungen im Elektrobereich.
Eine kleine Auswahl:
- Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik: Elektroinstallationen in Gebäuden, Energieversorgung, Beleuchtung, Gebäudetechnik, Kommunikationstechnik und zunehmend Photovoltaik, Speicher, Ladeinfrastruktur und Energiemanagement.
- Elektroniker/in – Automatisierungs- und Systemtechnik: Automatisierungsanlagen planen, installieren, programmieren, parametrieren und in Betrieb nehmen.
- Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration: Vernetzte Gebäude, Smart Home, Gebäudeautomation, Energiemanagement sowie die Verbindung verschiedener technischer Systeme.
- Elektroniker/in für Betriebstechnik: Elektrische Anlagen und Energieversorgung insbesondere in Industrie und größeren Betrieben installieren, warten und instand halten. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Steuerung von technischen Anlagen in Industrie & Co.
- Elektroniker/in für Automatisierungstechnik: Automatisierte Industrieanlagen, Sensorik, Aktorik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Programmierung.
- Elektroniker/in für Geräte und Systeme: Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Instandhaltung elektronischer Geräte und Baugruppen.
- Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik: Informations-, Kommunikations- und komplexe elektronische Systeme.
- Elektroniker/in für Maschinen und Antriebstechnik: Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren, Wicklungen und elektrische Antriebssysteme.
- Informationselektroniker/in: Informations-, Kommunikations-, Sicherheits- und Medientechnik.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung führt darüber hinaus weitere anerkannte Berufe aus dem Bereich der Mechatronik-, Energie- und Elektrotechnik.
Ihr seht also bereits: Elektrotechnik ist wesentlich mehr als Steckdosen anschließen.
Was euch während der Elektro-Ausbildung 2026 erwartet
Gerade die ersten Monate dienen dazu, Grundlagen aufzubauen.
Dazu gehören beispielsweise das Bearbeiten und Montieren von Betriebsmitteln, das Installieren elektrischer Systeme, Messen und Analysieren, Prüfen von Schutzmaßnahmen sowie das Aufbauen und Prüfen von Steuerungen. Später kommen – abhängig vom Ausbildungsberuf – immer mehr spezialisierte Inhalte hinzu.
Im Bereich Energie- und Gebäudetechnik können das beispielsweise Photovoltaikanlagen, Energiespeicher, Gebäudeautomation, Informations- und Kommunikationstechnik, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie Erdungs-, Blitz- und Überspannungsschutzsysteme sein.
Und das zeigt ziemlich gut, wie stark sich der Beruf verändert hat.
Ein moderner Elektroniker arbeitet längst nicht mehr ausschließlich mit Schraubendreher, Bohrhammer und Seitenschneider oder Abisolierzange. Notebook, Smartphone, Netzwerktechnik, Software und Messgeräte gehören heute in vielen Bereichen genauso zum Beruf.
Ein Tipp an alle neuen Azubis: Fragt nach dem Warum
Einer der wichtigsten Tipps für eure gesamte Ausbildung lautet:
Versucht nicht nur zu lernen, wie etwas gemacht wird. Versucht zu verstehen, warum es so gemacht wird.
Natürlich ist es wichtig zu wissen, wie eine Steckdose angeschlossen wird. Viel wichtiger ist langfristig aber zu verstehen, warum bestimmte Schutzmaßnahmen erforderlich sind, warum ein bestimmter Leiterquerschnitt gewählt wurde oder warum eine Messung durchgeführt werden muss. Je mehr ihr die Hintergründe und das „warum?“ versteht, desto besser werdet ihr die Zusammenhänge der Elektrotechnik verstehen.
Wenn euch ein Geselle beispielsweise sagt:
„Da nehmen wir 2,5 mm².“
Dann könnt ihr euch irgendwann fragen:
Warum eigentlich?
Wegen der Strombelastbarkeit? Der Verlegeart? Der Leitungslänge? Des Spannungsfalls? Der Absicherung? Der Umgebungstemperatur? Oder kommen mehrere Faktoren zusammen?
Genau an diesem Punkt beginnt aus meiner Sicht das eigentliche Verständnis der Elektrotechnik. Nicht pauschal „2,5mm² verlegen, weil ich mal gehört habe, dass das Vorschrift ist“. Sondern zu verstehen warum ich einen bestimmten Querschnitt benötige und selbst zu wissen, wie ich diesen berechnen kann.
Sicherheit steht immer an erster Stelle
Gerade am Anfang möchte man zeigen, dass man etwas kann. Bei elektrischen Anlagen ist falscher Ehrgeiz allerdings gefährlich. Elektrischer Strom ist unsichtbar. Fehler können schwere oder tödliche Folgen haben. Deshalb solltet ihr von Anfang an lernen, Sicherheitsregeln konsequent einzuhalten.
Die fünf Sicherheitsregeln gehören zu den Grundlagen:
- Freischalten
- Gegen Wiedereinschalten sichern
- Spannungsfreiheit feststellen
- Erden und kurzschließen
- Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
Lernt diese Regeln nicht nur für eine Prüfung auswendig. Versteht, wann sie angewendet werden und warum sie existieren. Diese fünf Sicherheitsregeln müssen vor jeder Arbeit an einer elektrischen Anlage abgearbeitet werden. Nach Beendigung der Arbeit werden sie in umgekehrter Reihenfolge aufgehoben.
Denkt immer daran: Elektrischer Strom ist tödlich! Es ist eure Gesundheit, ihr seid dafür verantwortlich und solltet in eigenem Interesse eure Sicherheit in den Vordergrund stellen.
Diese Bücher empfehle ich für Elektro-Azubis
Natürlich findet man heute unglaublich viele Informationen im Internet. Trotzdem halte ich einige klassische Fachbücher während der Ausbildung weiterhin für ausgesprochen sinnvoll. Für die Berufsschule bekommt ihr normalerweise Bücher vorgegeben. Wer sich zusätzlich mit der Thematik beschäftigen und noch alternative Bücher kennenlernen möchte, dem kann ich die folgenden Bücher sehr empfehlen.
Fachkunde Elektrotechnik
Einer der Klassiker schlechthin ist die „Fachkunde Elektrotechnik“ vom Verlag Europa-Lehrmittel. Das Buch behandelt große Teile der elektrotechnischen Grundlagen und begleitet viele Auszubildende praktisch durch die gesamte Ausbildung.
Die Fachkunde behandelt sowohl Grundlagen als auch weiterführende elektrotechnische Themen und eignet sich deshalb später ebenfalls als Nachschlagewerk.
Meine Empfehlung: Wenn ihr nur ein großes Elektrotechnik-Lehrbuch kaufen möchtet, wäre die Fachkunde Elektrotechnik für mich einer der ersten Kandidaten.
Tabellenbuch Elektrotechnik
Mindestens genauso praktisch ist ein Tabellenbuch Elektrotechnik.
Darin findet ihr kompakt Formeln, Tabellen, technische Werte, Schaltungen und weitere Informationen, die ihr in Berufsschule, Ausbildung und später im Berufsleben immer wieder benötigt.
Europa-Lehrmittel führt beispielsweise das „Tabellenbuch Elektrotechnik“ aktuell in der 31. Auflage. Aber auch verschiedene andere Verlage führen sehr gute Tabellenbücher. Hier muss jeder für sich das passende Buch finden. Ich persönlich habe in meiner Ausbildung mit zwei verschiedenen Tabellenbüchern und zwei Formelsammlungen gearbeitet. Jedes davon hatte seine Vorzüge – wenn man diese kennt und schnell weiß wo man was findet, fährt man damit ziemlich gut.
Formelsammlung Elektrotechnik
Zusätzlich ist eine Formelsammlung Pflicht. Auch hier gibt es mehrere zur Auswahl, ich habe immer mit der Formelsammlung von Europa Lehrmittel und den Energietechnischen Formeln von Westermann gearbeitet.
Gerade am Anfang begegnen euch ständig Formeln:
U = R × I
P = U × I
und später beispielsweise Berechnungen für Drehstrom, Leitungsdimensionierung, Spannungsfall oder Blind-, Wirk- und Scheinleistung.
Eine kleine Formelsammlung ist deshalb insbesondere für Berufsschule und Prüfungsvorbereitung praktisch. Auch in der Prüfung dürfen Tabellenbuch und Formelsammlung genutzt werden. Es ist daher wichtig, dass ihr von Anfang an lernt mit euren Büchern zu arbeiten. Ihr müsst nicht alles auswendig wissen – ihr müsst nur wissen wo es steht und wie ihr es anwendet. Markiert euch daher von Anfang an wichtige Passagen in euren Büchern, damit ihr diese schnell findet.
Prüfungsaufgaben
Spätestens wenn der erste Teil der Gesellen- beziehungsweise Abschlussprüfung näher rückt, würde ich außerdem mit aktuellen Prüfungsvorbereitungsbüchern und Übungsaufgaben passend zum eigenen Ausbildungsberuf arbeiten.
Dabei gilt:
Nicht nur Lösungen auswendig lernen. Rechnet die Aufgaben selbst durch und versucht anschließend zu verstehen, warum eine bestimmte Lösung richtig ist.
Führt euer Berichtsheft ordentlich
Ja, das Berichtsheft kann nerven. Und ja: Es ist verlockend, mehrere Wochen auf einmal nachzutragen. Trotzdem würde ich euch empfehlen, das von Anfang an vernünftig zu machen. Schreibt regelmäßig auf, was ihr gemacht und gelernt habt. Nicht nur als lästige Pflicht. Seht es auch als Wiederholung für euch. Je nach Betrieb werden Berichtshefte unterschiedlich geführt. Die einen schreiben nur auf was sie gearbeitet haben. Andere müssen auch Fachbezogene Berichte schreiben.
Wir mussten beispielsweise täglich unsere Arbeiten in Stichpunkten beschreiben. Und einmal wöchentlich einen ausführlicheren Fachbericht schreiben. Also beispielsweise eine Wechselschaltung erklären oder den Aufbau einer Glühlampe.
Nutzt die Berufsschule
Ja es ist verlockend, die Zeit in der Berufsschule als entspannte Auszeit vom Betrieb zu sehen. Leider rächt sich das später oft. Die Zeit in der Berufsschule ist begrenzt, viel Wissen wird in wenig Zeit gequetscht. Was teilweise wie unwichtige oder beiläufige Themen wirkt, kann euch später in der Prüfung fehlen.
Im Betrieb lernt ihr die Praxis. In der Berufsschule lernt ihr die theoretischen Hintergründe zu verstehen. Ihr werdet im Beruf nie das Wissen und die Fähigkeiten besitzen, die möglich sind wenn ihr den Stoff in der Berufsschule nicht ernst nehmt.
Seht es mal von dieser Seite: Ihr sitzt die Zeit dort sowieso ab! Nutzt lieber die Zeit die ihr in der Schule sitzt und nehmt es als Chance wahr. Nehmt mit was ihr an Wissen mitnehmen könnt. Das erspart euch später Stress und Zeit mit Lernen vor der Prüfung zu verschwenden. Und auch wenn eure Noten später niemanden interessieren mögen – ihr werdet im späteren Beruf merken, ob ihr die theoretischen Hintergründe versteht. Oder diejenigen seid, die einfach nur stumpf Abläufe nachmachen, die sie mal gezeigt bekommen haben, aber nie verstanden haben wieso sie etwas tun.
Nach der Ausbildung ist noch lange nicht Schluss
Vielleicht denkt ihr gerade: „Ich habe gerade erst angefangen. Warum soll ich jetzt schon über die Zeit nach der Ausbildung nachdenken?“
Müsst ihr natürlich nicht. Aber es ist gut zu wissen, welche Möglichkeiten euch dieser Beruf eröffnet. Denn eine abgeschlossene Elektro-Ausbildung kann der Anfang einer sehr langen beruflichen Entwicklung sein. Und je früher man weiß, wohin man einmal möchte, desto früher kann man seine Schwerpunkte auch dorthin ausrichten.
Geselle und Berufserfahrung
Der klassische Weg: Ausbildung abschließen und zunächst einige Jahre Berufserfahrung sammeln.
Dabei könnt ihr euch auf bestimmte Gebiete spezialisieren – beispielsweise:
- Photovoltaik
- Ladeinfrastruktur
- KNX und Gebäudeautomation
- Smart Home
- Netzwerktechnik
- Sicherheitstechnik
- Brandmeldeanlagen
- Automatisierung
- SPS-Technik
- Instandhaltung
- Mittelspannung
- Mess- und Prüftechnik
Je mehr Erfahrung ihr sammelt, desto stärker könnt ihr euch auf Bereiche konzentrieren, die euch wirklich interessieren. Das Gebiet Elektrotechnik ist so unfassbar groß, dass ihr quasi grenzenlose Möglichkeiten habt.
Meister: Mehr Verantwortung und Selbstständigkeit
Ein möglicher nächster Schritt ist der Meister im Elektrotechniker-Handwerk.
Der Meisterbrief eröffnet unter anderem Möglichkeiten, Führungsverantwortung zu übernehmen, Auszubildende auszubilden oder einen eigenen Betrieb zu führen. Meisterabschlüsse im Handwerk dürfen zusätzlich die Bezeichnung Bachelor Professional führen.
Für viele Elektroniker ist der Meister deshalb ein attraktiver Weg, wenn sie später mehr Verantwortung übernehmen oder sich selbstständig machen möchten. Auch den Weg in ein Studium kann euch der Meister eröffnen.
Staatlich geprüfter Techniker
Eine weitere Möglichkeit ist eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker, beispielsweise in der Fachrichtung Elektrotechnik. Der Techniker liegt häufig stärker an der Schnittstelle zwischen praktischer Ausführung, Planung, Projektierung und technischer Organisation.
Mögliche spätere Tätigkeiten liegen beispielsweise in:
- Planung
- Projektierung
- Instandhaltung
- Automatisierung
- Konstruktion
- Arbeitsvorbereitung
- Projektleitung
- technischer Dokumentation
Elektrotechnik verändert sich – und genau das macht den Beruf interessant
Wer 2026 eine Elektro-Ausbildung beginnt, wird während seines Berufslebens wahrscheinlich enorme Veränderungen erleben.
Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Elektromobilität, intelligente Stromnetze, Energiemanagement, Gebäudeautomation und erneuerbare Energien verändern bereits heute das Elektrohandwerk. Gleichzeitig werden klassische Kompetenzen nicht verschwinden.
Elektrische Anlagen müssen geplant, installiert, geprüft, gewartet und repariert werden.
Und wenn irgendwo eine Anlage am Montagmorgen um 6:30 Uhr nicht mehr funktioniert, reicht es eben nicht, irgendeine Fehlermeldung in eine Suchmaschine einzugeben.
Dann braucht es jemanden, der die Anlage versteht, systematisch misst und den Fehler findet.
Macht Fehler – aber lernt daraus
Während eurer Ausbildung werdet ihr Fehler machen. Ihr werdet etwas falsch verdrahten. Ihr werdet Kurzschlüsse bauen. Ihr werdet eine Stunde nach einem Fehler suchen, der eigentlich so offensichtlich war. Ihr werdet wahrscheinlich irgendwann eine Schaltung aufbauen, die beim ersten Versuch überhaupt nicht das macht, was sie soll.
Das gehört zum Lernen dazu. Ihr werdet aus diesen Fehlern lernen und mit jedem Fehler routinierter an Aufgaben herangehen. Entscheidend ist, aus Fehlern zu lernen – selbstverständlich immer innerhalb eines sicheren Rahmens und unter Anleitung der verantwortlichen Fachkräfte.
Ich erinnere mich noch heute, wie ich das erste mal Stromkreise in einer UV umverdrahtet habe. Ich habe Stunden lang gesucht warum der RCD jedes mal auslöst, wenn ich das Licht einschalte. Nach langem suchen merkte ich, dass ich den N einem falschen RCD zugeordnet habe. Ein Fehler, den ein erfahrenen Geselle sofort prüfen würde. Aber ich hatte die Erfahrung nicht. Lasst euch davon nicht entmutigen – auch heute passieren mir und jedem anderen Gesellen und Meister noch Fehler.
Willkommen in der Elektrotechnik!
An alle, die im August oder September 2026 ihre Ausbildung begonnen haben:
Herzlich willkommen im Elektrohandwerk und in der Welt der Elektrotechnik!
Vor euch liegen dreieinhalb spannende Jahre mit Berufsschule, Baustellen oder Industrieanlagen, Prüfungen, neuen Kollegen und wahrscheinlich jeder Menge Momenten, in denen ihr zunächst überhaupt nicht versteht, was gerade passiert.
Das ist völlig normal.
Wir von ElektrikerWissen.de wünschen allen neuen Auszubildenden des Jahrgangs 2026 einen erfolgreichen Start, gute Ausbilder und Kollegen und vor allem eine sichere und interessante Ausbildungszeit.
Und vielleicht schaut ihr in den kommenden dreieinhalb Jahren das eine oder andere Mal bei ElektrikerWissen.de vorbei, wenn in der Berufsschule oder im Betrieb wieder eine elektrotechnische Frage auftaucht. Ich als Elektroniker und Autor dieser Seite stehe euch gerne jederzeit für Fragen und Themenwünsche zur Verfügung. Und auch in unserer Facebook Community finden sich sehr viele erfahrene und kompetente Berufskollegen, die euch jederzeit bei Fragen unterstützen!
Willkommen im Beruf – und viel Erfolg für eure Ausbildung!
Die mit Sternchen (*) oder einem Amazon-Symbol gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links auf externe Angebote. Wenn Sie auf einen solchen Link klicken und über diesen Link einen Kauf tätigen, erhalten wir vom Anbieter eine kleine Provision. Für Sie ändert sich hierbei nichts, der Preis verändert sich hierbei nicht.