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ElektrikerWissen Weekly KW 36/2026: Batteriespeicher, Stromnetze, Kohleausstieg

Die Bundesnetzagentur hat neue Szenarien für die langfristige Entwicklung der Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze zur Diskussion gestellt. Auffällig ist dabei vor allem der erwartete Boom von Rechenzentren und großen Batteriespeicher.

Gleichzeitig schreitet der Kohleausstieg offenbar schneller voran als es die gesetzlichen Reduktionsvorgaben momentan verlangen. Und am 1. September endete eine weitere Innovationsausschreibung für erneuerbare Energien.

Auch die klassische Elektrotechnik kommt diesmal nicht zu kurz: DKE, ZVEH und ZVEI haben sich mit der Frage beschäftigt, wie insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen besser an die elektrotechnische Normung herangeführt werden können.

Wir schauen uns die wichtigsten Themen genauer an.


1. Stromnetz der Zukunft: Rechenzentren und Großbatteriespeicher werden immer wichtiger

Die Bundesnetzagentur hat am 31. August die Entwürfe der neuen Szenariorahmen Strom sowie Gas/Wasserstoff 2027–2040/2045 zur öffentlichen Konsultation gestellt.

Solche Szenariorahmen klingen zunächst sehr theoretisch. Tatsächlich sind sie jedoch eine wichtige Grundlage für die Frage, wie unsere zukünftigen Energienetze ausgebaut werden müssen.

Denn Stromleitungen, Umspannwerke und andere Netzinfrastruktur werden für Jahrzehnte geplant. Netzbetreiber müssen deshalb heute abschätzen, welche Erzeuger und Verbraucher in 10, 15 oder 20 Jahren an das Netz angeschlossen sein könnten.

Besonders interessant ist diesmal die Entwicklung bei Rechenzentren und Großbatteriespeichern.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur gehen die Netzbetreiber weiterhin von einem starken Boom entsprechender Projekte aus. Gegenüber dem vorherigen Szenariorahmen werden dadurch in allen betrachteten Szenarien höhere Leistungen und Stromverbräuche angenommen.

Gerade Rechenzentren können enorme elektrische Leistungen benötigen.

Während ein klassischer Gewerbebetrieb vielleicht einige Hundert Kilowatt Anschlussleistung benötigt, können große Rechenzentren Leistungen im zweistelligen oder sogar dreistelligen Megawattbereich erreichen.

Für die elektrische Infrastruktur bedeutet das erhebliche Anforderungen.

Benötigt werden unter anderem leistungsfähige Netzanschlüsse, Transformatoren, Mittel- und Hochspannungsschaltanlagen, Notstromversorgung, USV-Anlagen und umfangreiche Schutz- und Überwachungstechnik.

Parallel dazu wächst die Zahl großer Batteriespeicher.

Diese können Energie aus dem Netz aufnehmen und später wieder einspeisen. Sie können außerdem wichtige Aufgaben für Netzstabilität und Stromhandel übernehmen.

Damit verändert sich das Stromnetz grundlegend.

Großverbraucher, Speicher und dezentrale Erzeugungsanlagen müssen zukünftig gemeinsam betrachtet werden.

Quelle: Bundesnetzagentur – „Bundesnetzagentur beteiligt die Öffentlichkeit an den Szenariorahmen Strom und Gas/Wasserstoff 2027–2040/2045“, 31.08.2026.


2. Warum Batteriespeicher für das Stromnetz so interessant sind

Batteriespeicher kennen viele Elektriker inzwischen hauptsächlich aus dem Einfamilienhaus.

Eine typische Kombination lautet:

PV-Anlage → Wechselrichter → Batteriespeicher → Hausverbrauch.

Großbatteriespeicher funktionieren grundsätzlich ähnlich, bewegen sich allerdings in völlig anderen Leistungsklassen.

Solche Speicher können beispielsweise dann Energie aufnehmen, wenn im Stromnetz viel elektrische Energie zur Verfügung steht. Zu einem späteren Zeitpunkt können sie diese Energie wieder einspeisen.

Das wird mit zunehmendem Ausbau von Photovoltaik und Windenergie immer interessanter.

Denn erneuerbare Energien produzieren nicht unbedingt genau dann Strom, wenn dieser benötigt wird.

An einem sonnigen und windigen Tag kann sehr viel elektrische Energie zur Verfügung stehen. In den Abendstunden kann die Photovoltaikerzeugung dagegen stark zurückgehen, während der Stromverbrauch weiterhin hoch ist.

Speicher können einen Teil dieser zeitlichen Verschiebung ausgleichen.

Hinzu kommen weitere mögliche Anwendungen wie die Bereitstellung von Regelleistung oder andere Systemdienstleistungen.

Für Elektrofachkräfte ist diese Entwicklung interessant, weil Batteriespeicher längst nicht mehr ausschließlich ein Thema kleiner PV-Anlagen sind.

Vom Heimspeicher mit wenigen Kilowattstunden bis zum Großspeicher mit mehreren Hundert Megawattstunden entsteht eine komplett neue Speicherinfrastruktur.

Dafür werden Wechselrichter beziehungsweise Umrichter, Transformatoren, Schaltanlagen, Schutztechnik, Messsysteme, Leitungen und Netzanschlüsse benötigt.

Die Energiewende besteht deshalb nicht nur aus zusätzlichen Windrädern und Solarmodulen. Auch die Infrastruktur zwischen Erzeugung und Verbrauch wächst massiv.

Quelle: Bundesnetzagentur – Szenariorahmen Strom 2027–2040/2045; in den aktuellen Szenarien werden gegenüber dem vorherigen Szenariorahmen höhere Leistungen bei Großbatteriespeichern angenommen.


3. Auch Wasserstoff spielt bei der zukünftigen Netzplanung eine Rolle

Interessant am neuen Szenariorahmen ist außerdem, dass Strom, Gas und Wasserstoff stärker gemeinsam betrachtet werden.

Die Bundesnetzagentur konsultiert die Szenariorahmen für Strom sowie Gas/Wasserstoff gleichzeitig. Dadurch sollen mögliche Entwicklungen der verschiedenen Energieträger besser miteinander verzahnt werden.

Denn die Systeme können zukünftig stärker voneinander abhängig sein.

Ein Beispiel sind Elektrolyseure.

Sie nutzen elektrische Energie, um Wasserstoff zu erzeugen. Damit werden sie aus Sicht des Stromnetzes zu großen Verbrauchern.

In den neuen Stromszenarien fallen die angenommenen Elektrolyseurleistungen allerdings deutlich geringer aus als noch im vorherigen Szenariorahmen. Gleichzeitig gehen die Netzbetreiber dadurch von einer stärkeren Abhängigkeit von Wasserstoffimporten aus.

Das zeigt, wie schwierig langfristige Netzplanung ist.

Niemand kann heute exakt vorhersagen, welche Technologien sich bis 2040 oder 2045 in welchem Umfang durchsetzen werden.

Trotzdem müssen Stromleitungen, Umspannwerke und Gas- beziehungsweise Wasserstoffnetze rechtzeitig geplant werden.

Genau deshalb werden verschiedene Szenarien betrachtet.

Für die Elektrobranche bleibt dabei vor allem eine Entwicklung entscheidend:

Je mehr Prozesse elektrifiziert werden, desto leistungsfähiger muss die elektrische Infrastruktur werden.

Wärmepumpen, Elektroautos, Rechenzentren, Elektrolyseure und industrielle Prozesse erhöhen den Strombedarf – während gleichzeitig immer mehr dezentrale Erzeugungsanlagen angeschlossen werden.

Quelle: Bundesnetzagentur – Szenariorahmen Strom und Gas/Wasserstoff 2027–2040/2045, veröffentlicht zur Konsultation am 31.08.2026.


4. Kohleausstieg: 2026 ist kein zusätzliches Kohleverfeuerungsverbot notwendig

Eine weitere interessante Meldung veröffentlichte die Bundesnetzagentur am 1. September 2026.

Für das Jahr 2026 muss kein zusätzliches Kohleverfeuerungsverbot nach dem Kohleverstromungsbeendigungsgesetz angeordnet werden.

Der Grund dafür ist bemerkenswert:

Bis zum Stichtag 1. September waren bereits so viele Kohlekraftwerke aus dem Markt ausgeschieden beziehungsweise deren Ausscheiden vorgesehen, dass das gesetzlich festgelegte Zielniveau für 2029 bereits deutlich unterschritten wird.

Ein zusätzlicher staatlicher Eingriff ist deshalb momentan nicht erforderlich.

Es ist bereits das dritte Mal seit Beginn dieses Verfahrens, dass kein neues Kohleverfeuerungsverbot benötigt wird.

Der Kohleausstieg ist allerdings auch technisch eine große Herausforderung.

Große konventionelle Kraftwerke liefern nicht ausschließlich elektrische Energie. Sie können gleichzeitig wichtige Funktionen für das Stromnetz erfüllen.

Deshalb wird vor der endgültigen Stilllegung eines Kraftwerks geprüft, ob die Anlage für das Stromsystem weiterhin relevant ist.

Ist das der Fall, kann sie laut Bundesnetzagentur in die Netzreserve überführt werden.

Das Kraftwerk nimmt dann nicht mehr regulär am Strommarkt teil, kann aber in kritischen Netzsituationen eingesetzt werden.

Damit zeigt sich erneut:

Bei der Energiewende geht es nicht ausschließlich darum, möglichst viele erneuerbare Erzeugungsanlagen zu installieren. Gleichzeitig müssen Versorgungssicherheit und Netzstabilität gewährleistet bleiben.

Quelle: Bundesnetzagentur – „Kohleausstieg: Erneut kein Kohleverfeuerungsverbot erforderlich“, 01.09.2026.


5. Bereits mehr als 10 Gigawatt Kohlekraftwerksleistung über Ausschreibungen reduziert

Interessant ist auch ein Blick auf die bisherigen Zahlen.

Bis 2023 führte die Bundesnetzagentur insgesamt sieben Ausschreibungsrunden zur Reduzierung der Kohleverstromung durch.

Dabei wurden insgesamt 10,9 Gigawatt Nettonennleistung ausgeschrieben.

41 Anlagen mit zusammen rund 10,7 Gigawatt erhielten einen Zuschlag.

Bei drei weiteren Anlagen mit insgesamt rund 1,4 Gigawatt Nettonennleistung wurde ein Kohleverfeuerungsverbot angeordnet.

Seit 2024 läuft das Verfahren anders.

Neue Kohleverfeuerungsverbote werden nicht mehr über Ausschreibungen mit finanzieller Entschädigung umgesetzt. Stattdessen erfolgt die weitere Reduzierung gegebenenfalls über gesetzliche Anordnungen ohne Entschädigung.

Für die Zieljahre 2027, 2028 und nun auch 2029 musste jedoch keine zusätzliche Reduktionsmenge festgelegt werden.

Für das elektrische Energieversorgungssystem bedeutet das trotzdem einen tiefgreifenden Umbau.

Große zentrale Kraftwerksleistungen verschwinden nach und nach, während gleichzeitig immer mehr Windenergie-, Photovoltaik- und Speicheranlagen hinzukommen.

Aus einem stark zentralisierten Stromsystem wird dadurch zunehmend ein System mit vielen dezentralen Komponenten.

Quelle: Bundesnetzagentur – Informationen zum Kohleausstieg und zur gesetzlichen Reduzierung, Stand September 2026.


6. Innovationsausschreibung: 475 Megawatt für neue Anlagenkombinationen

Am 1. September 2026 endete außerdem ein weiterer Gebotstermin der sogenannten Innovationsausschreibungen.

Das Ausschreibungsvolumen betrug diesmal 475 Megawatt.

Der Höchstwert lag bei 7,13 Cent pro Kilowattstunde.

Innovationsausschreibungen unterscheiden sich von klassischen EEG-Ausschreibungen dadurch, dass Anlagenkombinationen gefördert werden.

Besonders interessant sind Kombinationen aus erneuerbarer Stromerzeugung und Speichertechnik.

Ein typisches Beispiel wäre eine große Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem Batteriespeicher.

Der Vorteil liegt auf der Hand:

Eine reine PV-Anlage produziert abhängig von der Sonneneinstrahlung. Wird sie mit einem Speicher kombiniert, kann ein Teil der erzeugten Energie zwischengespeichert werden.

Damit lässt sich die Einspeisung zeitlich verschieben und die Anlage flexibler betreiben.

Genau solche Kombinationen dürften zukünftig immer wichtiger werden.

Auch bei kleineren Anlagen sieht man diese Entwicklung bereits deutlich.

Während Photovoltaikanlagen früher häufig ohne Speicher errichtet wurden, gehört ein Batteriespeicher bei vielen neuen Anlagen heute selbstverständlich zur Planung.

Im großen Maßstab findet eine ähnliche Entwicklung statt.

Interessant ist außerdem, dass bei dieser Innovationsausschreibung unter bestimmten Voraussetzungen auch Solar-Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen Bestandteil der Anlagenkombination sein dürfen.

Quelle: Bundesnetzagentur – Innovationsausschreibungen, Gebotstermin 01.09.2026. Ausschreibungsvolumen: 475.000 kW; Höchstwert: 7,13 ct/kWh.


7. Elektrotechnische Normung: DIN VDE 0100 bleibt ein zentrales Thema

Neben den großen energiewirtschaftlichen Themen gab es in KW 36 auch etwas für die klassische Elektroinstallation.

Am 1. September veranstalteten DKE, ZVEH und ZVEI erstmals gemeinsam ein Onlineseminar zur elektrotechnischen Normung.

Die Veranstaltung richtete sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen sowie das Elektrohandwerk.

Thematisiert wurden unter anderem aktuelle Entwicklungen rund um die DIN VDE 0100 und die Frage, wie Normen eigentlich entstehen.

Für Elektrofachkräfte ist das ein wichtiges Thema.

Normen begegnen uns praktisch täglich.

Bei der Auswahl von Schutzmaßnahmen, der Errichtung elektrischer Anlagen, bei Prüfungen oder bei der Auswahl elektrischer Betriebsmittel spielen DIN- und VDE-Normen eine entscheidende Rolle.

Trotzdem wirken Normungsverfahren für viele Praktiker weit entfernt vom normalen Arbeitsalltag.

Dabei werden genau dort technische Anforderungen festgelegt, mit denen Elektrofachkräfte später arbeiten müssen.

Besonders interessant ist deshalb die Beteiligung des ZVEH.

Damit soll die Perspektive des Elektrohandwerks stärker in Normungsprozesse eingebracht werden.

Denn Anforderungen müssen nicht nur technisch korrekt sein. Sie müssen sich auf Baustellen und in realen Anlagen auch sinnvoll umsetzen lassen.

Quelle: VDE/DKE – „Onlineseminar zur elektrotechnischen Normung“, gemeinsames Format von ZVEH, ZVEI und DKE am 01.09.2026.


8. Warum Normen für Elektriker immer komplexer werden

Die zunehmende Vernetzung der Elektrotechnik macht auch die Normung komplizierter.

Früher konnte eine elektrische Anlage vergleichsweise klar abgegrenzt werden.

Heute treffen in einem modernen Gebäude zahlreiche Systeme aufeinander:

PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe, Wallbox, Smart Meter, Überspannungsschutz, Energiemanagement, Smart Home und Netzwerktechnik.

Dazu kommen immer häufiger Gleichspannungssysteme und leistungselektronische Komponenten.

Ein Batteriespeicher kann beispielsweise sowohl elektrische Energie aufnehmen als auch abgeben.

Eine Wallbox ist ein leistungsstarker Verbraucher, gleichzeitig aber ein Kommunikationsgerät und zukünftig möglicherweise über bidirektionales Laden sogar eine Einspeiseeinrichtung.

Eine PV-Anlage arbeitet gleichzeitig auf Gleich- und Wechselspannungsseite.

Dadurch überschneiden sich immer mehr technische Bereiche.

Für Elektrofachkräfte wird es deshalb wichtiger, Änderungen in Normen und technischen Anschlussbedingungen regelmäßig zu verfolgen.

Die klassische Ausbildung bleibt die Grundlage – lebenslanges Lernen gehört in der Elektrotechnik inzwischen aber praktisch zum Beruf.

Quelle: VDE/DKE – Seminar zur elektrotechnischen Normung mit aktuellen Informationen unter anderem zur DIN VDE 0100, 01.09.2026.


9. Störungen an wichtiger Netzinfrastruktur – Stromsystem blieb stabil

Am Morgen des 1. September kam es außerdem zu Sachbeschädigungen an Leitungen in der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack in Brandenburg sowie an der Umspannanlage Rommerskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Die Vorfälle hatten unter anderem Auswirkungen auf die Stromerzeugung im Kraftwerk Jänschwalde.

Für die allgemeine Stromversorgung hatte das jedoch keine größeren Folgen.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur war die Systemstabilität jederzeit gewährleistet und die allgemeine Stromversorgung nicht betroffen.

Der Vorfall zeigt trotzdem, welche Bedeutung Umspannwerke und Übertragungsleitungen für unser Energieversorgungssystem besitzen.

Viele Verbraucher nehmen elektrische Energie als selbstverständlich wahr.

Hinter der Steckdose befindet sich jedoch ein komplexes System aus Erzeugungsanlagen, Übertragungsnetzen, Umspannwerken, Verteilnetzen und Schutztechnik.

Fällt eine einzelne Komponente aus, muss das Netz diesen Fehler möglichst abfangen können.

Dafür wird das Stromnetz nach dem sogenannten n-1-Prinzip geplant und betrieben: Der Ausfall eines wichtigen Betriebsmittels soll grundsätzlich nicht zu einem großflächigen Zusammenbruch der Versorgung führen.

Redundanzen, Netzschutz und automatisierte Schalthandlungen sind deshalb zentrale Bestandteile eines sicheren Stromnetzes.

Quelle: Bundesnetzagentur – Informationen zur Stromversorgung und Systemstabilität nach den Vorfällen vom 01.09.2026.


Was bedeutet KW 36 für das Elektrohandwerk?

Betrachtet man die Meldungen dieser Woche gemeinsam, erkennt man erneut einen klaren Trend:

Das elektrische Energieversorgungssystem wird dezentraler, digitaler und komplexer.

Kohlekraftwerke verschwinden schrittweise aus dem Markt.

Gleichzeitig entstehen neue Photovoltaik- und Windenergieanlagen.

Batteriespeicher übernehmen zunehmend Aufgaben im Stromsystem.

Rechenzentren entwickeln sich zu gewaltigen neuen Verbrauchern.

Elektrolyseure verbinden Strom- und Wasserstoffsystem.

Und in Gebäuden entstehen mit PV, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und Energiemanagement immer komplexere elektrische Anlagen.

Für Elektriker bedeutet diese Entwicklung vor allem eines:

Das Tätigkeitsfeld wächst.

Die klassische Elektroinstallation mit Leitungen, Schutzorganen, Verteilungen und Prüfungen bleibt unverzichtbar. Gleichzeitig gewinnen Energietechnik, Speichertechnik, Kommunikation, Netzwerktechnik und intelligente Steuerung immer stärker an Bedeutung.


Fazit des ElektrikerWissen Weekly KW 36/2026

Die Kalenderwoche 36 zeigt sehr deutlich, dass die Energiewende inzwischen weit über den reinen Ausbau von Photovoltaik und Windenergie hinausgeht.

Die Bundesnetzagentur plant bereits das Stromsystem für die Jahre 2040 und 2045 – mit deutlich mehr Rechenzentren, Großbatteriespeichern und neuen elektrischen Verbrauchern.

Beim Kohleausstieg sind aktuell keine zusätzlichen Verbote notwendig, weil bereits ausreichend Kraftwerksleistung aus dem Markt ausscheidet.

Gleichzeitig sollen Innovationsausschreibungen Kombinationen aus erneuerbarer Stromerzeugung und Speichertechnik voranbringen.

Und während sich das große Energiesystem verändert, entwickelt sich auch die Arbeit des einzelnen Elektrikers weiter.

Neue Technologien bringen neue Anforderungen mit sich – und damit auch neue Normen, Schutzkonzepte und Aufgaben.

Genau deshalb bleibt Elektrotechnik eines der spannendsten Gewerke der Energiewende.

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