Heizkörperthermostate

Smarte Heizkörperthermostate – Was bringen sie wirklich?

Spätestens mit dem Beginn der Energiekrise im Jahr 2022, ist das Thema Heizkosten bei einem Großteil der Bevölkerung angekommen. Unter den vielen Tipps zum Energiesparen findet sich regelmäßig die Installation von smarten Heizkörperthermostaten. Hersteller werben mit Einsparungen von bis zu 30% pro Jahr. Doch ist das realistisch und welche Vorteile bieten smarte Heizkörperthermostate wirklich?

Was sind Smarte Heizkörperthermostate?

Um die Temperatur eines Heizkörpers zu regeln besitzen diese ein Thermostat. Herkömliche Thermostate verfügen über einen Drehregler mit den Stufen 0-5, über den die Temperatur eingestellt wird. Je nach eingestellter Stufe wird das Ventil der Heizung weiter geöffnet oder geschlossen.

Smarte Heizkörperthermostate arbeiten im Prinzip genauso. Hier wird allerdings statt einer Stufe direkt die gewünschte Temperatur eingestellt, beispielsweise 20°C. Das Öffnen und Schließen des Ventils übernimmt das elektronische Thermostat dabei ganz automatisch. So wird die eingestellte Temperatur konstant gehalten und man muss sich hierrüber keine Gedanken mehr machen.

Was bringen Smarte Heizkörperthermostate?

Viele Hersteller werben mit einem Einsparpotential von bis zu 30% gegenüber herkömlichen Heizkörperthermostaten. Doch wie realistisch ist das? Die meisten Experten halten diese Zahlen für zu hoch gegriffen. Fachleute geben die mögliche Ersparnis in der Regel mit 10 bis maximal 20% ein. Für 30% müsste man nach Einschätzung von Experten sein Heizverhalten schon sehr stark optimieren. Doch auch 10 oder 20% Einsparung können eine große finanzielle Ersparnis ausmachen.



Welche Vorteile haben smarte Heizkörperthermostate sonst?

Auch wenn man es nicht schafft die beworbenen 30% Einsparung zu erreichen, haben elektronische Heizkörperthermostate einige Vorteile, die über die Energieeinsparung hinausgehen.

  • Mehr Komfort: Als einen großen Vorteil lässt sich definitiv der gesteigerte Komfort nennen. Bei herkömlichen Thermostaten regelt man häufig nach, da die Temperatur zu hoch oder niedrig erscheint. Das Kostet nicht nur Energie sondern auch Komfort. Bei elektronischen Thermostaten stellt man lediglich die gewünschte Temperatur ein und das Thermostat erledigt den Rest.
  • Planbare Wärme: Ein großer Vorteil ist, dass man die Wärme in seiner Wohnung planen kann.  So lassen sich Zeitpgoramme einstellen, die es ermöglichen zur gewünschten Zeit die gewünschte Temperatur in einem Raum zu erreichen. Steht man beispielsweise um 6 Uhr auf und möchte ein warmes Bad haben, lässt sich das über ein Zeitprogramm einprogrammieren. Einige Thermostate lassen sich dabei nicht nur auf eine bestimmte Zeit programmieren. Man kann sie auch so einstellen, dass die gewünschte Temperatur zu einer bestimmten Zeit erreicht sein soll, das Thermostat lernt automatisch wie früh es anfangen muss zu heizen.
  • Keine Energieverschwendung mehr beim Lüften: Bisher musste man zum Lüften daran denken, die Heizkörper auszuschalten. Ansonsten haben diese gegen die Kälte von draußen geheizt. Die meisten Thermostate erkennen offene Fenster durch den starken Temperaturabfall und regeln automatisch die Temperatur herunter. Alternativ gibt es Fensterkontakte, die man direkt mit den jeweiligen Thermostaten koppeln kann. Sobald ein Fenster geöffnet wird dreht das Thermostat die Temperatur herunter.
  • Fernsteuerung per App: Die meisten Thermostate sind per App steuerbar. So hat man immer alle Räume im Blick, sowohl bequem von der Couch aus als auch unterwegs. So lässt sich auch von unterwegs prüfen ob man eine Heizung nicht heruntergeregelt hat oder die Wohnung vorheizen, wenn man auf dem Weg nachhause ist.
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  • Einfache und intuitive Einrichtung: App herunterladen, Homematic IP Access Point an den Router anschließen, QR-Codes scannen, die Geräte in der App einem Raum zuweisen und bei Bedarf das Heizprofil anpassen – das ist einfach smart!
  • Einfache Anpassung der jeweiligen Raumtemperatur über die kostenlose Smartphone-App oder direkt am Gerät.
  • Homematic IP stellt Datenschutz und -sicherheit an erste Stelle. Das System lässt sich ohne Registrierung oder Anlegen eines Nutzerkotos und jegliche Gerätekommunikation ist gesondert verschlüsselt.
  • Flexible Erweiterung zu einem umfassenden Smart-Home-System möglich, beispielsweise mit Fenster- und Türkontakten, Wandthermostaten oder Sicherheitsprodukten.

Wie setzt man Heizkörperthermostate sinnvoll ein?

Ich persönlich habe für alle Räume im Haus ein automatisches Zeitprogramm festgelegt. Dabei gibt es eine eingestellte Grundtemperatur, die nicht unterschritten werden soll um ein vollständiges Auskühlen der Räume zu vermeiden. Das spart im Endeffekt Heizkosten und vermeidet schimmel.

Das Aufheizen des Badezimmers ist an die üblichen Tage angepasst, so wird an Tagen an denen Zuhause geduscht wird die Heizung früher hochgeregelt als an Tagen, an denen beim Sport geduscht wird. Zu den üblichen Arbeitszeiten ist das Büro geheizt, zu Feierabendzeiten dafür das Wohnzimmer. Nachts ist das Schlafzimmer so geheizt, dass ein angenehmes Schlafklima erreicht wird und die Luftfeuchtigkeit die sich im Winter gerne abschlägt in Grenzen gehalten wird.

Ich nutze in allen Räumen Fensterkontakte und in einigen Räumen Wandthermostate. Diese ermöglichen das Steuern von einem Bedienfeld an einer beliebigen Stelle sowie die Messung der Temperatur an diesem Punkt im Raum.

Welches Einsparpotential gibt es?

Ich nutze nun seit 2018 elektronische Heizkörperthermostate. Ursprünglich eq-3 MAX!, seit 2021 Homematic IP. Meine erste Erkenntnis war – unser Energieverbrauch ist deutlich gestiegen. Dies kann jedoch mehrere Ursachen haben:

  • Außentemperaturen / kälterer Winter
  • Mehr Komfort / Räume wurden konstanter geheizt als vorher
  • Mangelnde Optimierung bei der Programmierung

Im Jahr 2018 habe ich die ersten Versuche mit eQ-3 / MAX! gemacht, die Folge waren gestiegene Energiekosten. Das lag wohl auch daran, dass Räume die vorher Nachts gar nicht geheizt wurden nun auf konstanten 17°C gehalten wurden um Feuchtigkeit/Schimmel vorzubeugen. Für uns ein großer Nutzen, trotz der Mehrkosten.

Mit dem wechsel zu Homematic IP sind die Energiekosten aber wieder gesunken. Dies habe ich deutlich sinnvoller optimiert und auch schon einige Erfahrungen gesammelt. Dadurch konnten die Heizprogramme immer energiesparender optimiert werden. Wie die Grafik unten zeigt ist der Energiebedarf ab 2021 wieder gesunken. Dazu sollte man auch bedenken, dass in den Jahren 2021-2023 durch Homeoffice die Wohnung durchgehend beheizt wurde und dennoch der Energieverbrauch gesunken ist.

Vergleicht man den VOR Homeoffice Zeitraum mit heute, ist eine deutliche Einsparung sichtbar.

Mein Fazit

Ich kann für mich persönlich nach 5 Jahren Smarten Heizkörperthermostaten ein sehr positives Fazit ziehen. Wie groß die tatsächliche Ersparnis durch die Heizkörperthermostate nun ist, kann ich abschließend nicht beurteilen. Dazu fehlen vergleichbare Größen wie gleiche Nutzung über den Vergleichszeitraum, Statistik über die Außentemperaturen, Länge der Winter usw. Allerdings sind die Heizkosten in diesem Zeitraum deutlich gesunken. Und das trotz gesteigertem Komfort.

Alleine auf die dauerhaft angenehme Wunschtemperatur und die Möglichkeit die Räume fest eingestellt zu beheizen möchte ich nicht mehr verzichten. Das Bad ist warm, wenn ich es benötige. Ich kann nicht mehr vergessen die Heizkörper beim Lüften runterzudrehen, da dies automatisch geschieht. Die Automatisierung ermöglicht es das Heizverhalten automatisch an Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu koppeln und man hat die Heizung auch unterwegs immer im Blick.

Ich kann jedem den Umstieg auf ein solches System wärmstens empfehlen. Auch wenn es erstmal eine Investition bedeutet, zahlt der Nutzen sich auf jeden Fall aus.

Kaufempfehlungen

Homematic IP Funk Heizungssteuerung zur Einzelraumregelung mit App. Inhalt: Access Point, 4 Funk Heizkörperthermostate, 2 Funk Tür-Fensterkontakte
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  • Der Betrieb erfordert die Anbindung an eine der folgenden Lösungen: Homematic IP Access Point mit kostenloser Smartphone-App und gebührenfreiem Cloud-Service; Zentrale CCU3 mit lokaler Bedienoberfläche WebUI (nicht mehr kompatibel mit der Zentrale CCU2); Partnerlösungen von Drittanbietern
  • Mit dem Heizkörperthermostat können Sie bis zu 33 % Heizkosten sparen – durch individuelle Temperaturverläufe mit bis zu 13 Änderungen pro Tag in drei einstellbaren Heizprofilen und in Kombination mit der Fenster-auf-Erkennung mit einem Fenster- und Türkontakt
  • Komfortable Konfiguration und Bedienung über die Homematic IP Smartphone-App, Steuerung auch per Alexa oder Google Assistant möglich
  • Ersetzt herkömmliche Thermostate (M30x1. 5, Oventrop, Danfoss) und steuert den Heizkörper nach individuellen Bedürfnissen
  • Individuelle Temperaturverläufe mit bis zu 13 Änderungen pro Tag in 3 einstellbaren Heizprofilen
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Homematic IP Access Point, Smart Home Gateway mit kostenloser App und Sprachsteuerung über Amazon Alexa, 140887A0
  • Zentrales Element zur Einrichtung und Steuerung des Homematic IP Smart Homes über die kostenlose App
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  • Sicherer Serverstandort in Deutschland und keine Regitrierung oder Anlegen eines Nutzerkontos notwendig
  • Kostenlose App und Cloud-Nutzung ohne Folgekosten
  • Besonders einfache Einrichtung und Handhabung mit intuitiver Benutzerführung
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  • Homematic IP stellt Datenschutz und -sicherheit an erste Stelle. Das System lässt sich ohne Registrierung oder Anlegen eines Nutzerkotos und jegliche Gerätekommunikation ist gesondert verschlüsselt.
  • Flexible Erweiterung zu einem umfassenden Smart-Home-System möglich, beispielsweise mit Fenster- und Türkontakten, Wandthermostaten oder Sicherheitsprodukten.
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  • Der Betrieb erfordert die Anbindung an eine der folgenden Lösungen: Homematic IP Access Point mit kostenloser Smartphone-App und gebührenfreiem Cloud-Service; Zentrale CCU3 mit lokaler Bedienoberfläche WebUI (nicht mehr kompatibel mit der Zentrale CCU2); Partnerlösungen von Drittanbietern.
  • Misst Soll- und Ist-Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit. Zeitgesteuertes Regulieren der Raumtemperatur über mit Homematic IP Heizkörperthermostate, Fußbodenheizungsaktoren oder Schaltsteckdosen.
  • Komfortable Sprachsteuerung mit Alexa, z. B. über Echo in Verbindung mit dem Homematic IP Access Point.
  • Besitzt ein beleuchtetes Display und ist dank der Funkkommunikation frei im Raum platzierbar
  • Komfortable Montage per doppelseitigem Klebeband, mit Schrauben und Dübeln oder direkt auf einer Unterputzdose möglich

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