Sicherung (Schmelzsicherung)

Um Kabel und Leitungen zu schützen, müssen Überstromschutzeinrichtungen wie eine Schmelzsicherung  verwendet werden, welche die Leitung unterbrechen, bevor ein Überstrom zu Überhitzung und damit zu Schäden an Leitungen oder Kontakten führt. Eine solche Überhitzung kann durch eine Überlast oder einen Kurzschluss auftreten. Erfahre hier alles zu Aufbau und Funktion einer Schmelzsicherung.

Aufbau einer Schmelzsicherung

Der Strom fließt im Sicherungskörper durch einen Schmelzdraht. Dieser besteht meist aus Elektrolytkupfer. Der Draht ist so ausgelegt, dass er den Nennstrom der Sicherung problemlos aushält, beim Überschreiten des Nennstroms in einer bestimmten Höhe und Zeit wird der Draht jedoch zerstört und der Stromkreis dadurch unterbrochen. Der Schmelzdraht ist dabei so ausgelegt, dass er schmilzt bevor die abgesicherte Leitung schaden nimmt.

Um den Schmelzdraht befindet sich entweder Luft, meistens jedoch Quarzsand um den beim Auslösen entstehenden Lichtbogen zu löschen.  Am Kopf der Sicherung befindet sich ein farbiger Kennmelder. Die Farbe zeigt den Nennstrom der Sicherung an, löst die Sicherung aus fällt diese Markierung ab.

Hat eine Schmelzsicherung einmal ausgelöst, ist sie defekt und muss ausgetauscht werden.

Arten von Schmelzsicherungen

Kennfarben von Schmelzsicherungen

Austausch von Schmelzsicherungen

Im Gegensatz zu Leitungsschutzschaltern, gibt es beim Wechsel einer ausgelösten Schmelzsicherung einige Punkte zu beachten. Unter anderem ist die Spannung und Stromstärke festgelegt, bis zu welcher diese unter Last und/oder von Laien ausgetauscht werden dürfen. In Folgenden Fällen dürfen D/D0-Schmelzsicherungen auch unter Last ausgetauscht werden.

Von Laien

  • Wechselspannung maximal 400 V, Nennstrom bis 63 A
  • Gleichspannung maximal 25 V

Von Elektrofachkräften

  • Wechselspannung >400 V, Nennstrom maximal 16 A
  • Gleichspannung 25–60 V, Nennstrom maximal 6 A
  • Gleichspannung 60–120 V, Nennstrom maximal 2 A
  • Gleichspannung 120–750 V, Nennstrom maximal 1 A

Einsatz von Lasttrennschaltern

Bei Nennströmen über 63A müssen Lasttrennschalter eingesetzt werden. Ich empfehle aber, diese auch schon bei geringeren Strömen einzusetzen. D-/D0-Lasttrennschalter ermöglichen ein sicheres  Trennen unter Last. Gerade bei höheren Betriebsströmen kommt es beim Einsetzen von Sicherungen immer zu kleinen Lichtbögen. Diese werden mit Lasttrennschaltern vermieden. Außerdem ermöglichen Lasttrenner das Trennen aller drei Außenleiter gleichzeitig was bei vielen Betriebsmitteln von Vorteil ist. Ich empfehle Siemens Minized Lasttrennschalter* .

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Weitere Informationen zur Schmelzsicherung