Lastabwurf / Lastabwurfschaltung

Ein Lastabwurf bzw. eine Lastabwurfschaltung kommt dann zum Einsatz, wenn ein Netzanschluss nicht genug Leistung für alle angeschlossenen Verbraucher liefert. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn mehrere Durchlauferhitzer in einem Haus verbaut sind. Hier gibt es dann eine Art Vorrangschaltung.

Beispiel:

In einem Haus ist ein Durchlauferhitzer und eine elektrische Heizung verbaut. Beide zusammen haben einen größeren Anschlusswert als der Hausanschluss hergibt. Würde man beide gleichzeitig betreiben würde die Hauptsicherung auslösen. Man muss also gewährleisten, dass nicht beide Geräte gleichzeitig in Betrieb sind.  Dies wird über einen Lastabwurf gemacht, bei dem üblicherweise der Durchlauferhitzer Vorrang bekommt. Steht nun jemand unter der Dusche und zapft Warmwasser schaltet die Heizung automatisch aus.

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Die Umsetzung ist recht simpel. Das Gerät welches Vorrang hat steuert ein Lastabwurfrelais. In diesem Fall ist der Steuerkontakt aber sehr stark ausgelegt. Es wird ein Außenleiter des Durchlauferhitzers durch den Steuerkontakt (Spule) geführt. Schaltet man den DLEH nun ein zieht das Relais an.

Der Schaltkontakt des Lastabwurfrelais ist als Öffner ausgeführt. Sobald das Relais anzieht öffnet dieser Kontakt und das Schütz welches vor den zweiten Verbraucher (hier Heizung) geschaltet ist fällt ab.